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Schneider knüpft seinen Verbleib an Erfolg des neuen Trainers

Jochen Schneider
Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images

In der Fußball-Talkrunde „sky90“ verband erstmals Sportvorstand Jochen Schneider selbst sein Schicksal mit dem Erfolg des nun schon 4. Trainers in dieser Saison. Mit anderen Worten: Steigt der FC Schalke 04 ab, wird auch Jochen Schneider auf Schalke Geschichte sein. Denn ein anderes Ziel als den Klassenerhalt kann es für den Club nicht mehr geben.

Zwar bestätigte er dies nur auf eine Nachfrage, dennoch war es das erste Mal, dass Schneider diese Verbindung auch öffentlich als logisch bezeichnete. Gleichwohl werde er bis zur letzten Möglichkeit kämpfen. Wenn es dann nicht gereicht haben sollte, wäre er damit einverstanden, dass dies dann seine längste Zeit auf Schalke gewesen wäre. „Wenn mir dann einer sagt, dass ich nicht mehr gebraucht werde, werde ich gehen kein Problem.“ Schneider steht nicht nur wegen seiner Trainerauswahl bzw. dem zu langen Festhalten an David Wagner in der Kritik, sondern auch wegen der Kaderzusammenstellung, für die wiederum lange Michael Reschke verantwortlich war, den aber ebenfalls Schneider geholt hatte. Die Kritik an der Person Jochen Schneider und seinen Entscheidungen auf Schalke wird auch deshalb immer lauter, weil viele ihm absprechen, die besonderen Eigenschaften von Schalke und allen seinen Freunden „verstanden“ zu haben.

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Schneiders Abgang zu Saisonende möglich

Den Einstand des neuen Trainers Christian Gross mit dem 0:3 bei Hertha BSC bezeichnete Schneider als „Enttäuschung“, schickte aber hinterher, dass man nicht aufgeben werde. Und das auch immer noch völlig zu Recht. Zwar steht man bei lediglich 4 Zählern aus 14 Spielen in dieser Saison. Die direkte Konkurrenz ist dank der Drei-Punkte-Regel bzw. ihrer ebenfalls andauernden Schwäche immer noch in Sichtweite – sofern in Bälde endlich der Knoten mit dem ersten Sieg seit Dutzenden Spielen platzt.

Für Schneider sei es zudem zusätzliche Motivation, von den meisten Experten bereits abgeschrieben zu sein. Außerdem sei er trotz des missratenen Einstands weiter von Christian Gross überzeugt und an, nach der Verpflichtung von Sead Kolasinach in der aktuellen Transferphase noch weitere Neuzugänge verpflichten zu wollen. Ob man dafür auf Geld von Clemens Tönnies zurückgreifen werde, werde man intern klären. Gut möglich also, dass Jochen Schneider den Turnaround mit Schalke 04 noch schafft. Anderenfalls wird er in Kürze Geschichte bei den Knappen sein.