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Schalke-Boss Schneider zeigt sich resigniert: „Wir zerfleischen uns“

Jochen Schneider
Foto: imago images

Beim FC Schalke 04 brennt es (mal wieder) lichterloh. Mit Kaderplaner Michael Reschke und Routinier Vedad Ibisevic haben die Knappen am Dienstag die ersten personellen Konsequenzen gezogen. Beide haben den Verein Mitten in der Saison verlassen. Sportvorstand Jochen Schneider zeigt sich im Gespräch mit der „Sport BILD“ selbstkritisch.

Nach 24 sieglosen Bundesliga-Spielen in Folge ist der FC Schalke 04 am vergangenen Wochenende dort angekommen, wo viele Fans und Experten die Knappen vor der Saison bereits gesehen haben – am Tabellenkeller.

Schalke liegt nach acht absolvierten Spieltagen auf dem 18. Platz und droht immer tiefer in die Krise zu rutschen. Besonders bitter: Nicht nur sportlich hat der Verein mittlerweile größere Probleme, auch fernab des Platzes gibt es zahlreiche Baustellen.

„Wir sind jetzt in der Bringschuld“

Sportchef Jochen Schneider äußerte sich im Gespräch mit der „Sport BILD“ über die aktuelle Lage auf Schalke und nahm dabei kein Blatt vor den Mund: „Schalke ist ein Verein der Extreme: Wir lieben uns besonders, wenn es gut läuft, aber aktuell zerfleischen wir uns ein Stück weit, da es sportlich nicht läuft. Das hilft dem Verein allerdings nicht“.

Der 50-jährige fürchtet, dass es zu einem totalen Zusammenbruch kommen könnte: „Ich appelliere an die Geschlossenheit in einer solchen Situation. Nur die hilft unserem Verein. Wir als sportlich Verantwortliche und die Mannschaft sind jetzt in der Bringschuld, müssen uns die Unterstützung verdienen“.

Laut Schneider herrscht aktuelle eine sehr große Ineffizienz innerhalb des Klubs: „Es geht hier nicht um das Wohl einzelner Spieler oder Funktionäre. Es geht um den Verein. Die Egoismen müssen raus aus der Mannschaft, raus aus dem Verein. Wenn ich sehe, wie viel Zeit wir mit uns selbst verbringen und nicht mit dem Wesentlichen, muss ich feststellen, dass das Verhältnis nicht stimmt. Und das ist ein Kernproblem!“

Während mit Kaderplaner Michael Reschke ein wichtiger Mann den Verein bereits verlassen hat, werden auch die Stimmen lauter, die ein Schneider-Aus fordern. Er selbst wird das Handtuch nicht hinwerfen und möchte weiterhin gegen den Negativtrend der letzten Monate ankämpfen.