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Droht ein neuer Pokalstreit? Türkgücü akzeptiert „Micky-Maus-Gericht“ nicht

Max Kothny
Foto: imago images

Am Dienstagabend hat das Schiedsgericht in Nürnberg entschieden, dass der 1. FC Schweinfurt für den Bayerischen Fußball-Verband im DFB-Pokal starten darf und somit Anfang November gegen den FC Schalke 04 spielen soll. Der Drittligist Türkgücü München möchte dieses Urteil jedoch nicht akzeptieren und erwägt dem Gang zum Bundesgerichtshof.


Nach wochenlangen Hin und Her schien der Pokalstreit zwischen dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) und Türkgücü München mit dem Urteil des Schiedsgerichts beendet zu sein. Doch nun droht neuer Zoff. Der Drittligist hat Urteil zurückgewiesen und möchte weiterhin gegen den BFV vorgehen.

„Wir werden das vor dem Bundesgerichtshof prüfen lassen“

Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny äußerte sich im Gespräch mit dem „SPORTBUZZER“ über das Urteil und bezeichnete das Schiedsgericht in Nürnberg als „Micky-Maus-Gericht“, dessen Entscheidung er nicht akzeptieren werde.

Kothny kritisierte zudem, dass die Verhandlung in einem Sitzungssaal eines Hotels stattgefunden hat, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Funktionär bezeichnete das Urteil als einen „traurigen Tag für die Gerichtsbarkeit“. Grund dafür: Laut Kothny „liegt ein schwerwiegender kartellrechtlicher Fehler vor“.

Demnach möchte der Verein den Fall bis vors Bundesgerichtshof bringen: „Wir werden das nicht auf uns sitzen lassen und den Fall vor dem Bundesgerichtshof prüfen lassen“.

Für den BFV hingegen scheint der Fall beendet zu sein. Präsident Rainer Koch äußerte sich nach der Urteilsverkündung wie folgt dazu: „Das wochenlange juristische Schauspiel ist final beendet. Und jetzt halten wir es mit Franz Beckenbauer: Geht’s raus und spielt’s Fußball“.

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