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Klaus Fischer in Hall of Fame des deutschen Fußballs aufgenommen

Klaus Fischer
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Einer der größten Fußballer nicht nur des FC Schalke 04, sondern des gesamten deutschen Fußballs, erfuhr vor wenigen Tagen eine hohe Ehrung. Gemäß dem Urteil einer Jury aus rund 30 deutschen Sportjournalisten gehört Klaus Fischer ab sofort als erster Schalker zur Hall of Fame des deutschen Fußballs. Der 70-Jährige weilte zur Einführung selbst vor Ort.

Die Biografie von Klaus Fischer ist nicht frei von Gründen, die dem widersprochen hätten, ihn in die in Dortmund ansässige Hall of Fame des deutschen Fußballs aufzunehmen. Schließlich beteiligte sich Klaus Fischer im Jahr 1971 an den Spielmanipulationen im Bundesliga-Skandal. Er hatte Geld dafür genommen, absichtlich gegen Arminia Bielefeld zu verlieren. Als das aufflog, wurde er zunächst lebenslang gesperrt. Diese Sperre wurde später reduziert und Fischer selbst bezeichnete den Vorgang als „Jugendsünde“.

Sportlich aber gibt es nichts daran zu rütteln, dass er zu den ganz Großen im deutschen Fußball gehört. Schließlich ist er mit 268 Treffern in der Bundesliga (1860 München, FC Schalke 04, 1. F Köln, VfL Bochum) weiterhin der zweiterfolgreichste Torschütze der Geschichte, nur übertroffen vom unausweichlichen Gerd Müller. Zudem erzielte er zahlreiche Tore in spektakulärer Manier, wie auch das später zum „Tor des Jahrhunderts“ gewählte Tor im Trikot der deutschen Nationalmannschaft 1977 gegen die Schweiz per Fallrückzieher.

Tor des Jahrhunderts per Fallrückzieher

Natürlich ist Klaus Fischer mit seinen 182 Toren für den FC Schalke 04 auch dessen Rekordschütze in der Bundesliga. Gleichzeitig ist er der erste Schalker überhaupt, der in die Hall of Fame aufgenommen wird. Dass diese sich in Dortmund befindet, wird Klaus Fischer genauso wie seine Fans verschmerzt haben. Die relativ neu eingerichtete Hall of Fame wächst Jahr für Jahr um fünf ehemalige Spieler. In diesem Jahr kamen neben Klaus Fischer noch Andreas Möller, Rudi Völler, Berti Vogts und Michael Ballack hinzu.

Klaus Fischer, der zwar keinen Titel mit der deutschen Mannschaft gewann, aber mit 32 Toren in 45 Länderspielen eine außerordentlich gute Quote hatte, wurde 1982 immerhin Vize-Weltmeister. Auch hier erzielte er mit dem Fallrückzieher zum 3:3 im Halbfinale gegen Frankreich eines seiner bis heute legendären Tore. Mit dem FC Schalke 04 gewann der gebürtige Bayer 1972 den DFB-Pokal, was er 1983 mit dem 1. FC Köln wiederholte. Außerdem war er 1976 Torschützenkönig der Bundesliga.