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Mpenza kritisiert Spieler und wünscht sich Tönnies zurück

Clemens Tönnies
Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Ex-Schalke-Stürmer Emile Mpenza hat im Interview mit einer deutschen Zeitschrift über die Lage auf Schalke gesprochen. Dabei schlug er in dieselbe Kerbe wie kurze Zeit zuvor Kevin Kuranyi. Zum Thema Clemens Tönnies hat er eine deutlich andere Meinung als die meisten Fans rund um die Veltins-Arena.

Laut Goal.com sprach der frühere belgische Nationalstürmer mit der Sportbild, in der Emile Mpenza sich zur Krise auf Schalke (19 Spiele ohne Sieg) ähnlich äußerte wie vor einigen Wochen Kevin Kuranyi, der das Fehlen von echten Typen, die vorangehen, bemängelt hatte. Auch für Mpenza ist der Kader schlecht besetzt. Den meisten Spielern fehle es schlicht an „Charakter“. Er führt aus: „Schalke braucht Typen, die sich bis zur letzten Sekunde wehren und den Kopf aus dem Wasser ziehen.“ Zwar mögen das Floskeln sein, dass Schalke 04 in seiner Zeit mehr Erfolg hatte als das aktuelle Team ist außer Frage. Andererseits war dieses Team 2018 noch Vizemeister – wie auch Mpenza es mit Schalke wurde. Der Belgier spielte von 2000 bis 2003 auf Schalke, erzielte in der Bundesliga 28 Tore.

Er verweist auf Mitspieler wie Jörg Böhme in jener Zeit. Dieser hätte auch im Training immer alles gegeben, gab kein Trainingsspiel verloren. Nur mit einer solchen Einstellung sei man auch gewappnet für die „Schlacht am Wochenende“, wie Mpenza es formuliert.

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Mpenza fordert mehr Charakter

Sicher erhält er für diese Äußerung viel Zustimmung aus den Reihen der Fans. Anders dürfte es mit seinem Standpunkt zum Thema Clemens Tönnies sein. Dass dieser nun weg sei, mache „alles nur noch schlimmer“, befindet Emile Mpenza. Tönnies kenne „den Verein in und auswendig und hat so viel für Schalke geleistet“, begründet Mpenza seine Sichtweise. Von der sonstigen Entwicklung rund um die Schlachthöfe von Tönnies und der Demo an der Arena gegen Tönnies hat Mpenza offenbar nichts mitbekommen – oder er bewertet die Lage dennoch anders. Eine Rückkehr in ein Amt auf Schalke hatte Tönnies zuletzt aber kategorisch ausgeschlossen. Nur um dem Vorstand dann doch Vorschläge für neue Spielereinkäufe zu machen und sogar eine Finanzierung dessen anzubieten. Dies lehnte Sportvorstand Jochen Schneider allerdings ab.