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Rechtsstreit im BFV: Neuer Termin für Schalke-Pokalspiel ungewiss – Gegner ebenso

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Der vom Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München initiierte Rechtsstreit um das Startrecht im DFB-Pokal wird für Schalke möglicherweise längerfristige Auswirkungen haben. Die Entscheidung könnte länger auf sich warten lassen, der neue Termin würde dann wahrscheinlich eine zusätzliche Belastung bedeuten.

Wie der Präsident des Bayrischen Fußballverbands im BR sagte, ist zurzeit völlig unklar, wann dieser Rechtsstreit entschieden werden wird. Zwar existieren deutliche Zweifel an der Legitimität der Verfügung, die Türkgücü München erzielte hatte. Doch bis es in dieser Frage zu einer rechtskräftigen Entscheidung kommt, könnt noch einiges Wasser die Isar herunterfließen.

Neben dem 1. FC Schweinfurt wäre der Dumme dann, wie ohnehin jetzt schon mit dem Ausfall des ersten Pflichtspiels, zusätzlich der FC Schalke 04. Dieser wird nun nicht nur ohne ein Pflichtspiel seinen Bundesliga-Auftakt beim FC Bayern München bestreiten müssen. Voraussichtlich wird der neue Termin in den bereits bestehenden Terminkalender eingezwängt weden müssen. Wodurch der Kader des FC Schalke 04 in jener Phase dann eine zusätzliche Belastung erhält.

Die Verantwortung für die Posse um die Absage des Schalker Spiels gegen den 1. FC Schweinfurt weist Dr. Rainer Koch den Verantwortlichen von Türkgücü zu. Mit denen hatte seit dem 8. Mai 2020 eine Einigung darüber bestanden, dass eben der zweite Pokalplatz des BFV an einen Regionalliga-Teilnehmer vergeben würde. An dieser nimmt Türkgücü allerdings nicht mehr teil, da man zum Aufsteiger bestimmt und aus der Wertung genommen wurde.

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Koch kritisiert Türkgücü deutlich

Nun folgte die überraschende Volte von Türkgücü, der zum Schalker Spielausfall am Sonntag führte. Der nun folgende Streit zwischen Schweinfurt und Türkgücü werde „auf dem Rücken des BFV ausgetragen“, empörte sich Rainer Koch im TV-Inteview. Vergaß dabei allerdings die Schalker zu erwähnen, die ebenfalls von diesen unseligen Zwistigkeiten betroffen sind.

Dass die Erstrundenprämien für alle Teilnehmer der Hauptrunde des Pokals durch den DFB um 40.000 Euro gesenkt wurden, da die Einnahmen absehbar niedriger sein werden, kommt als negativer Aspekt dieser Pokalrunde noch hinzu. Das gilt zwar für alle Clubs gleichermaßen, trifft aber den klammen FC Schalke 04 wiederum mehr als finanziell etwas gesündere Clubs.