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Schalke entlässt Fahrdienst – trotz Gehaltsverzicht der Spieler

FC Schalke 04
Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Diese Nachricht kommt gerade im Umfeld des FC Schalke 04, dem selbst ernannten Kumpel- und Malocherclub, gar nicht gut an. Der Verein hat gleich 20 Fahrer für den Nachwuchsbereich entlassen. Ein externer Dienstleister wird diese Aufgaben nun wohl für weniger Geld erledigen. Und das, obwohl die Profis auch deshalb auf Gehalt verzichteten, um andere Jobs auf Schalke zu retten.

Wie u. a. die Süddeutsche Zeitung berichtet, waren die allermeisten seit Jahren beim Club angestellt, um die Spieler der Knappenschmiede aus anderen Städten zum Training abzuholen und wieder nach Hause zu bringen. Damit ist jetzt Schluss für sie, was einige besonders hart treffen dürfte, da sie Rentner oder teilweise behindert sind. Diese Mini-Jobs mit nur geringem Einkommen sind gerade dann umso wichtiger, wenn man eh schon kaum über die Runden kommt.

Die Schalker Betriebsrätin Martina Lenz fand dann auch eine deutliche Formulierung, um diesen Vorgang zu bewerten. Er sei schlicht „sozial verantwortungslos“. Womit noch einmal deutlich wird, wie groß die Finanzkrise beim FC Schalke 04 ist, wenn man noch nicht mal langjährige Mini-Jobber halten kann, die sicher keinen immensen Stundenlohn erhalten.

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Schalke schockt Fans erneut

Vereinssprecherin Kleine-Wilde verwies allerdings darauf, dass diese Entscheidung schon zu Jahresbeginn gefällt worden sei und nicht in Zusammenhang mit der Corona-Krise und deren Auswirkungen stünde. Eigentlich sollten die Kündigungen zum Ende der Saisons im Jugendbereich erfolgen. Es habe sich aber nun ergeben, dass man bereits jetzt kündigte, da diese Saisons allesamt abgebrochen worden seien.

Erneut wirft die Vorgehensweise des FC Schalke 04 kein gutes Licht auf den Club. Erst vor wenigen Tagen war Peter Peters zurückgetreten, nachdem man ihn zu einem der Schuldigen in der „Härtefall-Affäre“ gemacht hatte, als man von seinen Fans Gründe genannt haben wollte, warum diese ihr Geld für Tickets von Partien, die sie nicht besuchen können, zurückverlangten. Nun dieser weitere kleine Skandal, der so sehr im Kontrast zum eigenen Leitbild steht. Es wird nicht ruhiger auf Schalke.