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Ex-Schalker Jens Lehmann hatte Covid-19 – und plädiert für Zuschauer in der Bundesliga

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Foto: Lukas Schulze/Bongarts/Getty Images

Zuletzt war Jens Lehmann in die Schlagzeilen geraten, weil er sich für Zuschauer bei den womöglich bald kommenden Partien der Bundesliga ausgesprochen hatte. Dafür hatte er viel Kritik einstecken müssen. Nun macht eine neue Nachricht die Runde, in der Jens Lehmann die zentrale Rolle spielt: Er war vor wenigen Tagen mit Covid-19! infiziert.

Der frühere Nationaltorwart, der von 1987 bis 1998 zunächst eine Saison in der Jugend und dann bei den Profis des FC Schalke 04 spielte, hat dies heute publik gemacht. „Ich litt anderthalb Tage an Husten und leichtem Fieber“, beschreibt Lehmann den offenbar milden Verlauf seiner Erkrankung. Zudem musste er natürlich zwei Wochen in Quarantäne bleiben, bis das Gesundheitsamt ihn für genesen erklärte.

Sicher habe ihm geholfen, bislang recht gesund zu leben, vermutete der 1,90 Meter große Ex-Torwart. „Risikogruppen müssen da schon mehr aufpassen“, riet Lehmann all jenen, denen dies so nicht (mehr) möglich ist. Offenbar hat es ihn nicht sonderlich beeindruckt, nur kurzzeitig an dem neuartigen Virus erkrankt gewesen zu sein, dessen komplette Auswirkungen und Langzeitschäden noch völlig unbekannt sind. „Leichter als eine Grippe“ sei die Erkrankung bei ihm verlaufen, womit er zu dem großen Prozentsatz Infizierter zählt, die keiner besonderen Behandlung bedürfen.

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Jens Lehmann in der Kritik

Womöglich hat ihn dieses Erlebnis darin bestärkt, seiner vor wenigen Tagen geäußerten Ansicht noch einmal Ausdruck zu verleihen. Jens Lehmann (468 Bundesliga-Spiele, davon 274 für den FC Schalke 04) ist der Auffassung, dass man die Stadien der Bundesliga für Zuschauer öffnen solle. Wenn nur etwa ein Viertel der eigentlichen Kapazität an Zuschauern zugelassen würde, könnten diese problemlos genug Abstand zueinander halten. In Zeiten des Social Distancing sollen die Menschen mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander halten. Lehmann hält das für in Stadien gut machbar.

Eine große Mehrheit der Nutzer von Sozialen Medien widersprach Lehmann allerdings vehement. Weder hatte Lehmann sich dazu geäußert, wie das Abstandhalten bei An- und Abreise sowie auf den Toiletten sichergestellt werden solle. Noch, wieso eine derartige Großveranstaltung von mehreren Tausend Zuschauern ausgerechnet im Fußball stattfinden dürfen solle, während alles andere wie Kino, Theater oder Konzerte verboten bleiben solle. Immerhin hat Jens Lehmann eines unter Beweis gestellt: Seinen außergewöhnlichen Charakter mit teils kruden Ideen hat seine Erkrankung an Covid-19 nicht verändert.