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Schalke sagt China-Reise wegen Corona-Virus ab

Alexander Jobst
Foto: Andreas Rentz/Getty Images

Schalke verzichtet auf seine im Sommer übliche China-Reise. Grund ist natürlich das aktuell grassierende Corona-Virus, dass schon eine vierstellige Zahl an Todesopfern gefordert hat. Zumindest wäre dieser Verzicht die klare Entscheidung des FC Schalke 04, sofern sich die diesbezügliche Situation bis dahin nicht entspannt.

Es ist kein reines Vergnügen, dass den FC Schalke 04 seit einigen Jahren dazu bewegt, ans Ende einer Saison noch eine Reise nach Asien, insbesondere nach China anzuhängen. Mit über einer Milliarde Einwohner ist China ein riesiger Markt an potenziellen Fußballfans. Diesen will man nicht den Clubs der Premier League oder anderen europäischen Größen überlassen. Deshalb gehört es schon seit einiger Zeit zum Repertoire der Marketingmaßnahmen des FC Schalke 04, sich auch in China zu präsentieren.

Und genau dies wird in diesem Sommer wohl ausfallen. So fiele die Entscheidung jedenfalls aus, wenn die hohe Ansteckungsgefahr des Corona-Virus bis zum Sommer nicht eingedämmt werden konnte oder gar ein wirksamer Impfstoff oder ein anderes Gegenmittel gefunden werden wird. Das ließ Vorstand Jochen Schneider in diesen Tagen verlautbaren, als er zu den gegenwärtigen Plänen für eine China-Reise seines Kaders befragt wurde.

Noch findet man in China keine Wege, das Virus im Zaum zu halten, obschon die Regierung auch zu sehr einschneidenden Maßnahmen greift. Aktuell steht die Zahl bei 77.000 Infizierten – und auch in Europa sind schon erste Infizierte bekannt geworden.

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In Italien gibt es im Fußball schon Einschränkungen

Anders als sonst häufig üblich befinden sich aktuell aber keine Assistenz- oder Jugendtrainer des FC Schalke 04 in China, sodass auch niemand von dort zurückgeholt werden muss. Was wiederum die Arbeit auf Schalke erleichtern dürfte, müssten diese doch eventuell zunächst einige Zeit in Quarantäne verbringen. So aber droht zumindest auf diesem Weg kein Eindringen des so gefährlichen Virus in den Schalker Club.

Was angesichts des Umstands, dass zuletzt aber auch Hunderte Fälle in Italien aufgetreten sind und sicher so mancher der jeweils rund 60.000 Zuschauer auf Schalke auch zuletzt nach Italien reiste, ohnehin nur eine scheinbare Sicherheit sein kann.

Man habe schon mit den Kontaktpersonen in China gesprochen. Diese bedauerten die Absage natürlich, aber für Schneider sie es „klar, dass es nicht geht“, womit er sich auf die momentanen Verhältnisse bezieht. Diese könnten in wenigen Wochen aber schon wieder ganz anders aussehen. Ob der FC Schalke 04 stattdessen nun eine Reise in ein anderes Land plant, beispielsweise in die USA, um dort Kontakt zu Fans aufzunehmen, wurde bislang nicht bekannt.