Enttäuschung für Schalke-Profi: Nationaltrainer verzichtet auf Nominierung

Nach starken Leistungen für Schalke 04 hoffte ein S04-Profi auf eine Nominierung für die Türkei. Doch der Innenverteidiger muss eine Enttäuschung verkraften.
Für Hasan Kurucay hat sich eine große Hoffnung vorerst zerschlagen. Der Innenverteidiger des FC Schalke 04 darf weiterhin von seinem Debüt für die türkische A-Nationalmannschaft träumen. Bei der jüngsten Kaderbekanntgabe wurde der 29-Jährige nicht berücksichtigt. Am Freitag stellte der neue türkische Nationaltrainer Sergen Yalcin sein Aufgebot für die bevorstehenden Länderspiele gegen Belgien und Frankreich vor.
Ein Name fehlte dabei: Hasan Kurucay. Dabei hatte es zuletzt durchaus Anzeichen dafür gegeben, dass der Schalker erstmals eine Einladung zur „Milli Takim“ erhalten könnte. Der türkische Journalist Resat Can Özbudak hatte zuvor berichtet, dass Kurucay beim neuen Nationaltrainer auf dem Zettel stehen soll.
Yalcin hatte erst am 20. Oktober die Nachfolge von Vincenzo Montella angetreten. Der Trainerwechsel schien dem Schalker neue Perspektiven zu eröffnen. Kurucay hatte sich mit starken Leistungen für eine Berufung empfohlen. Bereits in der vergangenen Saison gehörte der Abwehrspieler unter Trainer Miron Muslic zu den wichtigen Stützen beim Bundesligaaufstieg der Königsblauen. Auch eine Etage höher konnte er bislang überzeugen.
Schalke-Profi Kurucay wartet weiter auf sein Türkei-Debüt
Dass er gerne für die Türkei auflaufen würde, ist kein Geheimnis. Nach dem Aufstieg hatte Kurucay gegenüber RUHR24 erklärt: „Ich habe ein persönliches Ziel für die nächste Saison und möchte in die Nationalmannschaft kommen.“ Nach der Partie gegen RB Leipzig (0:2) am vergangenen Samstag bestätigte der Verteidiger gegenüber der WAZ allerdings, dass es noch keinen Kontakt zu Yalcin gegeben habe.

Auf die Frage, ob eine Nominierung die Erfüllung eines Traums wäre, antwortete er: „Ja, auf jeden Fall“. Der gebürtige Däne, der sowohl die dänische als auch die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, hatte bereits bis zur U19 für die Türkei gespielt. Auf sein Debüt in der A-Auswahl muss er nun weiter warten. Ein anderer ehemaliger Schalker darf dagegen jubeln.
Ozan Kabak, mittlerweile bei der TSG Hoffenheim unter Vertrag, wurde erneut nominiert. Der Innenverteidiger wird nach dem Duell zwischen Hoffenheim und Schalke am Sonntag zur türkischen Nationalmannschaft reisen. Für Kabak, der bereits 33 Länderspiele absolviert hat, ist es eine weitere Berufung. Kurucay bleibt dagegen nur die Hoffnung auf die nächste Gelegenheit.