Kritik an Schalke-Trainer Muslic? „Der Mann ist Wahnsinn“

Nach sechs sieglosen Pflichtspielen wächst der Druck auf Schalke-Trainer Miron Muslic. Doch Timo Becker stellt sich demonstrativ hinter seinen Coach.
Beim FC Schalke 04 läuft es derzeit alles andere als rund. Nach der 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig wartet der Bundesliga-Aufsteiger mittlerweile seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg. Besonders die Offensive bereitet Sorgen. In den vergangenen sechs Begegnungen gelang den Königsblauen lediglich ein Treffer. Auch das erste Heimtor der Bundesliga-Saison lässt weiterhin auf sich warten.
Angesichts der sportlichen Krise wächst auch die Kritik an Trainer Miron Muslic. Der Bosnier hatte Schalke in der vergangenen Saison zurück in die Bundesliga geführt und sich damit großes Ansehen erarbeitet. Nun erlebt er seine bislang schwierigste Phase bei S04. Rückendeckung erhält der Coach allerdings aus der eigenen Mannschaft.
Vizekapitän Timo Becker ließ nach der Niederlage gegen Leipzig keine Zweifel am Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer aufkommen. „Zwischen Team und Trainer passt kein Stück Papier. Der Mann ist Wahnsinn“, stellte der Verteidiger gegenüber DAZN klar. Für Becker steht fest, dass die Spieler nun in der Verantwortung stehen. „Er gibt uns jeden Tag Unterstützung und steht hinter uns. Jetzt müssen wir das zurückgeben“, betonte der 29-Jährige.
Schalke-Profi Timo Becker sieht Fortschritte trotz Niederlage
Trotz der erneuten Niederlage erkannte Becker gegen Leipzig durchaus Fortschritte. Durch die taktische Umstellung auf eine Viererkette agierte Schalke insbesondere in der Anfangsphase offensiver. Junior Adamu und Adil Aouchiche vergaben allerdings zwei vielversprechende Möglichkeiten.

„Ich bin schon deutlich glücklicher, weil wir hinten versucht haben, rauszuspielen, und da auch wirklich mutiger waren und das nicht nur gesagt haben“, erklärte Becker anschließend laut RUHR24. Dass die Königsblauen erneut ohne Punkte blieben, lag laut Becker auch daran, dass „die Durchschlagskraft gefehlt hat“. Nach acht Spieltagen stehen lediglich sechs Zähler auf dem Konto. Der Druck im Abstiegskampf nimmt entsprechend zu.
Einfacher wird es für Schalke in den kommenden Wochen nicht. Unter anderem warten mit der TSG Hoffenheim, dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund anspruchsvolle Gegner. Muslic und seine Mannschaft müssen deshalb schnell Lösungen finden, um die Negativserie zu beenden.