Schalke-Legenden schlagen Alarm: „Sonst sehe ich schwarz“

Nach der Niederlage gegen RB Leipzig wächst die Kritik beim FC Schalke 04. Zwei Vereinslegenden schlagen Alarm und fordern Konsequenzen.
Beim FC Schalke 04 wächst nach der 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig der Druck. Der Aufsteiger steckt nach acht Bundesliga-Spieltagen mit lediglich vier erzielten Treffern auf dem vorletzten Tabellenplatz fest. Die Vereinslegenden Rüdiger Abramczik und Klaus Fischer sehen dringenden Handlungsbedarf und nehmen insbesondere die Mannschaft in die Pflicht.
Vor allem die schwachen Offensivleistungen bereiten den beiden ehemaligen Schalker Profis Sorgen. „Wir müssen auch mal mutiger sein, mehr Risiko eingehen“, erklärte Fischer im YouTube-Format Legenden Talk – Das Original. Abramczik kritisierte unterdessen das mangelnde Selbstvertrauen einiger Spieler. „Es gibt Spieler, die wollen keinen Ball haben, die verstecken sich zwischen den Leuten.“
Ohne mehr Eigeninitiative und Verantwortung werde es schwierig, den Abstiegskampf erfolgreich zu bestreiten. Der 70-Jährige fordert deshalb eine interne Aussprache, bei der sich die Profis ohne Trainerteam zusammensetzen sollen. „Entweder sollen sie mal irgendwo in eine Pizzeria gehen und ein paar Bier trinken und sich da mal unterhalten, was man früher auch immer mal gemacht hat“, schlug Abramczik vor.
Schalke-Legenden stärken Trainer Muslic den Rücken
Besonders die Führungsspieler sieht er gefordert. Sie müssten innerhalb der Mannschaft Probleme offen ansprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Cheftrainer Miron Muslic nimmt Abramczik dagegen ausdrücklich in Schutz. Dessen Trainingsarbeit bewertet er positiv. Auch Fischer sieht die Ursachen der Torflaute nicht ausschließlich bei den Angreifern.

Vielmehr fehle es an brauchbaren Zuspielen aus dem Mittelfeld und gefährlichen Flanken. Selbst ein internationaler Topstürmer könne unter diesen Umständen kaum erfolgreich sein. Ein weiteres Warnsignal ist für Abramczik die wiederholte Auszeichnung von Loris Karius zum besten Schalker Spieler. Dass regelmäßig der Torhüter herausrage, verdeutliche die Probleme seiner Vorderleute.
Fischer warnt zudem davor, sämtliche Hoffnungen auf mögliche Wintertransfers zu setzen. Zunächst müsse die vorhandene Mannschaft Lösungen finden und bereits im Training eine andere Intensität zeigen. „Sonst sehe ich schwarz“, stellte der frühere Torjäger unmissverständlich klar. Mit den anstehenden Begegnungen gegen Hoffenheim und Stuttgart warten bereits die nächsten schwierigen Aufgaben. Für Fischer steht fest: „Es muss eine Reaktion kommen“.