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Muslic kritisiert Schalke-Profi öffentlich: „Ich war sehr erbost“

Miron Muslic
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Nach der 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig ist Schalke-Trainer Miron Muslic mächtig sauer. Besonders eine folgenschwere Aktion seiner Mannschaft bringt den Coach auf die Palme.


Der FC Schalke 04 steckt weiter in der Krise. Auch gegen RB Leipzig mussten sich die Königsblauen mit 0:2 geschlagen geben und warten damit seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg. Besonders eine Szene vor dem ersten Gegentreffer brachte Trainer Miron Muslic auf die Palme. Seine Kritik richtete sich allerdings nicht gegen den Schiedsrichter, sondern gegen das Verhalten seiner eigenen Mannschaft.

Dabei hatte Schalke zunächst durchaus vielversprechende Ansätze gezeigt. Muslic stellte von einer Fünfer- auf eine Viererkette um und sah einen mutigeren Auftritt seiner Mannschaft. Junior Adamu kam zu einer guten Gelegenheit, Adil Aouchiche traf mit einer Freistoßflanke die Latte. Doch in der 37. Minute nahm das Unheil seinen Lauf.

Nach einem Ballgewinn im eigenen Strafraum versuchten Timo Becker, Nikola Katic und Satoshi Tanaka, die Situation mit kurzen Pässen aufzulösen. Tanaka wollte schließlich klären, traf dabei jedoch Leipzigs Rômulo. Schiedsrichter Max Burda entschied auf Strafstoß, den Antonio Nusa zur Führung verwandelte.

Schalke-Trainer Muslic übt nach Elfmeter deutliche Kritik

Muslic ärgerte sich vor allem über die unnötig riskante Spielweise seiner Profis. „Ich war sehr erbost über unsere Aktion. Den Ball musst du klären“, erklärte der Schalke-Coach nach Abpfiff. Gerade gegen Leipzig sei ein solches Verhalten besonders gefährlich. „Du kannst den Ball gegen Leipzig nicht kurz spielen, in der eigenen Box, wo du genau weißt, sie haben aufgrund ihrer Spielidee vier, fünf, sechs Leute da.“

Satoshi Tanaka
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Eine persönliche Schuldzuweisung an Tanaka vermied Muslic allerdings. Auch die Entscheidung des Unparteiischen akzeptierte er. „Wir haben das ungeschickt gemacht, Leipzig hat das sehr smart ausgenutzt.“ Umso bitterer war der Rückstand angesichts der zuvor ordentlichen Leistung. „Das hat uns heute sehr viel gekostet, weil du nicht mit 0:1 in die Halbzeit gehen musst“, stellte Muslic fest.

In der 78. Minute sorgte Rômulo schließlich für die Entscheidung. Damit bleibt Schalkes Offensive das große Sorgenkind: Erst vier Treffer stehen nach acht Ligaspielen zu Buche, vor heimischem Publikum gelang bislang kein einziges Tor. Am kommenden Sonntag wartet mit der TSG Hoffenheim die nächste Herausforderung.