Konsequenzen nach Ausraster? Muslic spricht Klartext über Hwang

Hee-chan Hwang sorgte beim Pokalaus des FC Schalke 04 mit einem Ausraster für Aufsehen. Trainer Miron Muslic hat nun verraten, welche Konsequenzen der Vorfall für den Angreifer hat.
Nach seinem Ausraster im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden musste Hee-chan Hwang beim FC Schalke 04 zum Rapport antreten. Trainer Miron Muslic machte dem Südkoreaner vor versammelter Mannschaft eine klare Ansage. Sportliche Konsequenzen muss der Angreifer allerdings nicht befürchten.
Beim enttäuschenden 0:2 gegen Dynamo Dresden hatte Hwang kurz vor der Halbzeit für Aufsehen gesorgt. Nach einem Zweikampf musste der 30-Jährige an der Seitenlinie behandelt werden. Weil er möglichst schnell auf den Rasen zurückkehren wollte, verlor er die Geduld. Zunächst geriet er mit dem vierten Offiziellen aneinander, anschließend schubste er einen Schalker Betreuer zur Seite, der ihn beruhigen wollte.
Die Aktion sorgte im Nachgang für reichlich Gesprächsstoff. Muslic kündigte bereits unmittelbar nach dem Pokalaus an, den Vorfall intern aufarbeiten zu wollen. Auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig erklärte der Schalke-Coach nun, wie der Verein mit dem Fehlverhalten umgegangen ist. „Wir haben das intern besprochen vor der ganzen Mannschaft“, berichtete Muslic. Dabei stellte der 44-Jährige klar, welchen Stellenwert Disziplin innerhalb seines Teams genießt.
Hwang bleibt im Schalke-Kader: Muslic erklärt Entscheidung
„In den vergangenen 16 Monaten sind wir nicht einmal durch Undiszipliniertheiten auf oder neben dem Platz oder im Profileistungszentrum aufgefallen“, betonte der Trainer. Offenbar zeigte die deutliche Ansprache Wirkung. „Er hat das eingesehen und hat sich sehr einsichtig gezeigt“, erklärte Muslic. Eine Suspendierung kommt deshalb nicht infrage. Hwang wird gegen Leipzig wieder zum Aufgebot gehören.

Für den Südkoreaner läuft es seit seinem Wechsel von den Wolverhampton Wanderers ohnehin noch nicht rund. Trotz seiner jüngsten Startelfeinsätze wartet der Offensivspieler weiterhin auf seinen ersten Treffer im Schalke-Trikot. Personell bleibt die Situation bei Königsblau angespannt. Während Luca Vozar krankheitsbedingt ausfällt, besteht bei Kenan Karaman und Dejan Ljubicic Hoffnung auf eine Rückkehr.
Auch Timo Becker könnte wieder eine Rolle spielen. Nach vier sieglosen Bundesligaspielen und dem Pokalaus steht Schalke unter Druck. Gegen Leipzig fordert Muslic vor allem mehr Intensität und Entschlossenheit, um die sportliche Negativserie endlich zu beenden.