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Torjäger Terodde blickt zurück: „Wir sind durch die Scheiße gegangen“

Simon Terodde
Foto: IMAGO

Simon Terodde muss man keinem Fußballfan mehr vorstellen. Der 38 Jahre alte Ex-Profi ist nicht nur als Sky-Experte regelmäßig im TV zu sehen, sondern etablierte sich als erfolgreichster Torjäger der 2. Bundesliga. An den Nagel hat der frühere Schalker seine Schuhe aber noch nicht gehängt.


Ganz ohne Fußball geht es für den Ex-Profi eben doch nicht. Nach seiner vollständigen Genesung von einem Vespa-Unfall, bei dem er sich einen Wadenbeinbruch sowie einen Syndesmosebandriss zuzog, wird Terodde für den Leverkusener Stadtteilklub SSV Lützenkirchen auf Torejagd gehen. Der Amateurverein wartet bereits sehnsüchtig auf das Ende der verletzungsbedingten Reha.

Wie man ihn kennt, wird er dann mit der berühmten Neun auf dem Trikot auflaufen, erzählte er laut WDR im Podcast „Ball you need is love“. Für einen echten Knipser kommt eben nur eine Nummer infrage. Im Gespräch mit Arnd Zeigler verriet der Ex-Profi, wie viel ihm diese Tradition bedeutet: „Mir war es schon immer ganz wichtig mit der Neun zu spielen.“

Keiner traf im Unterhaus so oft wie er. Der Torjäger vom Dienst hält mit wohl uneinholbaren 177 Treffern den ewigen Zweitliga-Rekord. Dass er auch eine Etage höher weiß, wie man einnetzt, untermauern seine 15 Bundesliga-Tore. In seiner Vita stehen Engagements beim MSV Duisburg, Fortuna Düsseldorf, 1. FC Köln, Hamburger SV, VfB Stuttgart, Union Berlin – und Schalke 04. Dass er eine Schwäche für Klubs mit großer Fanbase hat, daraus macht er kein Geheimnis: „Gott sei Dank konnte ich mir die Vereine aussuchen, da habe ich mich dann für die Traditionsklubs entschieden.“

„Damit bin ich durch“

Vor allem seine letzten drei Profijahre im königsblauen Trikot haben Terodde nachhaltig geprägt. Im Rückblick beschreibt er die hochemotionale Atmosphäre im Unterhaus: „Ich habe mit Schalke Abstiegskampf in der 2. Liga erlebt. Da hat man gesehen, dass die Leute richtig Angst haben.“ Dass er nervenstark genug für solche Extremsituationen war, lag auch an seiner sportlichen Vita. Terodde betont: „Ich bin ja oft zu den Vereinen gekommen, wo der Verein am Boden lag.“

Simon Terodde
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Doch im Rückblick überwiegen für den gebürtigen Bocholter eindeutig die positiven Erinnerungen an seine Zeit bei S04. Terodde betont rückblickend: „Wir sind durch die Scheiße gegangen. Mit Schalke war der emotionalste Aufstieg. Man hat gemerkt, wie wichtig das den Leuten ist.“

Vom permanenten Erwartungsdruck im Profifußball hat sich der Rekordknipser inzwischen komplett freigemacht. „Gott sei Dank, damit bin ich durch“, blickt Terodde zufrieden auf sein Karriereende.