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Mit 41 noch auf Torejagd: Ex-Schalker Raffael zaubert jetzt in der Kreisliga

Raffael
Foto: Getty Images

Was? Der spielt immer noch? Genau so ist es. Auch mit 41 Jahren jagt Raffael Caetano de Araújo, kurz: Raffael, immer noch dem runden Leder hinterher. Der Ex-Profi des FC Schalke 04 kann es einfach nicht lassen. Nun hat der Brasilianer einen neuen Klub gefunden.


Ganze 290 Mal stand Raffael in der Bundesliga auf dem Platz. Dabei erzielte er 82 Treffer und bereitete 52 weitere vor. Das sichert ihm einen Spitzenplatz unter den brasilianischen Rekordspielern der Liga. Nur fünf Profis aus dem südamerikanischen Land können noch mehr Einsätze im deutschen Oberhaus aufweisen. Spitzenreiter ist mit 358 Partien ebenfalls ein Ex-Schalker: Naldo (44).

Seine Liebe zum Fußball hat sich Raffael bewahrt. Nachdem der Edeltechniker seine Profischuhe an den Nagel gehängt hat und ein kurzes Gastspiel in der Slowakei absolvierte, wirbelte er zuletzt drei Jahre lang in der Bezirksliga für Ay-Yildizspor Hückelhoven. Seine Torgefährlichkeit stellte er dort mit 34 Toren in 51 Partien eindrucksvoll unter Beweis. Nachdem sich Hückelhoven im Spätsommer komplett aus der Liga zurückzog, suchte der mittlerweile 41-Jährige eine neue Herausforderung – und fand diese jetzt beim A-Kreisligisten SC Schiefbahn.

„Ein toller Typ“

Der Jubel beim Klub ist entsprechend groß. Trainer Pascal Dierig betont bei FuPa, wie unkompliziert sich der einstige Star in das Team integriert hat: „Raffa ist ein toller Typ, es macht mega Spaß mit ihm. Er hat ein sehr angenehmes und bodenständiges Auftreten, und er ist ein lustiger Typ, auf dem Platz und in der Kabine.“ Dass etablierte Profis den Weg zurück an die Basis finden, begeistert den Übungsleiter: „Es ist schön zu sehen, wie die Leidenschaft für den Fußball nicht aufhört und Spieler wie Max Kruse, Niklas Süle oder jetzt Raffa mit uns den Kreisliga-Alltag bestreiten und sich einbringen.“

Raffael
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Seine Zelte in der Bundesliga schlug der Offensivkünstler erstmals 2008 auf, als er aus der Schweiz zu Hertha BSC wechselte. Über Dynamo Kiew führte ihn sein Weg in der Rückrunde der Saison 2012/13 leihweise zum FC Schalke 04. Für die Knappen verbuchte er in 16 Einsätzen respektable sieben Scorerpunkte (zwei Tore, fünf Vorlagen). Trotz der soliden Ausbeute trennten sich die Wege im Sommer wieder.

„Ich hatte eine gute Zeit auf Schalke, auch wenn es am Ende leider nicht mit einer festen Verpflichtung geklappt hat“, erklärte Raffael laut Reviersport im Rückblick auf das kurze Intermezzo. Den sportlichen Höhepunkt seiner Karriere erreichte er anschließend bei Borussia Mönchengladbach. Während seiner sieben Jahre im Fohlen-Trikot avancierte er zum absoluten Leistungsträger und bestritt insgesamt 201 Pflichtspiele, von denen er 164 in der Bundesliga und elf in der Champions League absolvierte.