Schalke-Stürmer noch ohne Tor: Jetzt spricht Karaman Klartext

Nach der bitteren Niederlage in Freiburg wächst der Frust beim FC Schalke 04. Kapitän Kenan Karaman findet deutliche Worte zur anhaltenden Torflaute.
Die Enttäuschung bei Kenan Karaman war nach dem Abpfiff deutlich zu spüren. Der Kapitän des FC Schalke 04 konnte die 1:2-Niederlage beim SC Freiburg kaum fassen. Besonders ärgerlich: Die Königsblauen hatten lange Zeit gute Chancen auf einen Punktgewinn, standen am Ende aber erneut mit leeren Händen da.
„Dieses Spiel dürfen wir nie verlieren“, stellte Karaman anschließend klar. Vor allem die Schlussphase dürfte den Schalkern noch länger zu denken geben. Trotz Überzahl ab der 64. Minute gelang es der Mannschaft von Miron Muslic nicht, die Partie zu kontrollieren. Stattdessen köpfte Keisuke Goto die Freiburger in der 85. Minute zum Sieg. Karaman bemängelte insbesondere das Defensivverhalten beim entscheidenden Gegentreffer. „Wir hatten genug Erfahrung auf dem Platz, das müssen wir uns als Mannschaft ankreiden.“
Doch nicht nur die Fehler in der Defensive bereiten Sorgen. Auch im Angriff offenbaren die Königsblauen weiterhin erhebliche Schwächen. Nach fünf Bundesliga-Spielen wartet die gesamte Schalker Sturmabteilung noch auf ihren ersten Treffer. Die bisherigen vier Saisontore erzielten Robin Gosens, Adil Aouchiche, Maximilian Wöber und Adrian Gantenbein. Moussa Sylla, Edin Dzeko, Junior Adamu und Karaman gingen dagegen bislang leer aus.
Schalke-Stürmer um Dzeko und Sylla noch ohne Tor
Wie wenig Torgefahr Schalke entwickelt, verdeutlicht die Statistik. Gegen Freiburg stand lediglich ein Torschuss zu Buche, der zugleich zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Gantenbein führte. Insgesamt gab S04 in fünf Partien nur 46 Schüsse ab. Für Karaman liegt deshalb auf der Hand, woran gearbeitet werden muss: „Wir müssen viel öfter in den gegnerischen Sechzehner kommen. Da haben wir sehr viel Nachholbedarf“, erklärte der Schalke-Kapitän und brachte das Offensivproblem anschließend auf den Punkt: „Wenn wir keine Abschlüsse haben, können wir auch keine Tore schießen.“

Trainer Muslic nahm das schwache Überzahlspiel nach der Niederlage auf seine Kappe. Karaman wollte die Verantwortung jedoch nicht allein beim Coach suchen. Vielmehr kritisierte er die zahlreichen Ballverluste und die fehlende Kontrolle seiner Mannschaft. Trotz aller Probleme gibt es innerhalb des Teams weiterhin Zuversicht.
Gantenbein glaubt fest daran, dass die Schalke-Angreifer bald wieder treffen werden: „Sie haben ihr ganzes Leben bewiesen, dass sie Tore machen können.“ Im kommenden Heimspiel gegen Mainz 05 bietet sich die nächste Gelegenheit, die Torflaute endlich zu beenden.