Studie: Gelsenkirchens Innenstadt profitiert von Schalke-Spielen

Wenn in der Veltins-Arena der Ball rollt, klingeln nicht nur die Vereinskassen von Schalke 04. Auch die Stadt Gelsenkirchen profitiert vom Treiben in der Arena.
In einer Studie haben die WHU – Otto Beisheim School of Management und die hystreet GmbH über einen Zeitraum von vier Jahren den Einfluss von Heimspielen in der ersten und zweiten Bundesliga auf deutsche Innenstädte untersucht. Dabei kam heraus, dass Heimspiele die Passantenfrequenz in der Stadt um bis zu 23% steigern können.
Zwar zeigt die Studie auch, dass volle Stadien nicht zwangsläufig volle Innenstädte bedeuten, wie Prof. Dr. Christian Schlereth von der WHU betont: „Hier existieren riesengroße Unterschiede, je nach Bundesligaverein.“ In Gelsenkirchen ist der positive Einfluss der vollen Veltins-Arena aber nicht von der Hand zu weisen. Um 13,9 Prozent steigert sich die Passantenfrequenz im Schnitt an Heimspieltagen von Schalke 04. Im Bundesliga-Vergleich ist der Effekt nur in Dortmund und Leverkusen stärker. Von einem gesteigerten Passantenaufkommen profitieren besonders Einzelhändler und Gastronomiebetriebe.
Gut für die Gastronomie: Schalke-Spiele steigern Passantenaufkommen
„Lange wurde darüber diskutiert, ob Fußball Innenstädte belebt – inzwischen lässt sich dieser Effekt erstmals systematisch und belastbar messen“, wird Nico Schröder von hystreet auf der S04-Website zitiert. Die großen Unterschiede zwischen den einzelnen Standorten lassen sich unter anderem durch die Verkehrsverbindung zwischen Stadion, Bahnhof und Innenstadt begründen. Auch die Anstoßzeiten haben einen Einfluss auf die Passantenfrequenz.

Die Studie untersuchte über vier Saisons hinweg 2.071 Heimspiele in 34 deutschen Städten. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass Fußball die Belebung und Entwicklung von Innenstädten maßgeblich fördern kann. Vorausgesetzt, Stadt und Verein schaffen die richtigen Rahmenbedingungen.