Schalke hält Neuer die Tür offen – doch Baumann sieht ein Problem

Der FC Schalke hält Manuel Neuer auch nach dessen Karriereende die Tür offen. Sportvorstand Frank Baumann kann sich eine Rückkehr des langjährigen Bayern-Keepers durchaus vorstellen – sieht aber Hindernisse.
Kehrt Manuel Neuer nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn zum FC Schalke 04 zurück? Sportvorstand Frank Baumann hält ein solches Szenario zumindest für denkbar. Obwohl das Verhältnis zwischen dem langjährigen Bayern-Keeper und Teilen der Schalker Anhängerschaft weiterhin angespannt ist, will der 50-Jährige eine spätere Zusammenarbeit nicht kategorisch ausschließen.
„Es gab jetzt noch keinen Austausch in diese Richtung, aber ausschließen würde ich es definitiv nicht“, erklärte Baumann gegenüber der BILD. Der Schalke-Boss kann sich grundsätzlich vorstellen, frühere Profis nach ihrer Karriere wieder in den Klub einzubinden. Gleichzeitig räumte er ein, dass es bei Neuer nicht einfach werden dürfte, eine passende Lösung zu finden.
Der inzwischen 40-Jährige besitzt eine besondere Vergangenheit bei den Königsblauen. Neuer wurde in Gelsenkirchen geboren, durchlief die Schalker Nachwuchsabteilung und absolvierte insgesamt 203 Pflichtspiele für S04. 2011 folgte schließlich der Wechsel zum FC Bayern, bei dem er in den folgenden Jahren zahlreiche Titel gewann und zu einer der prägendsten Figuren des Vereins wurde.
FC Schalke 04: Baumann bedauert Pfiffe gegen Neuer
Dass ihm sein Abschied aus Gelsenkirchen von vielen Schalke-Anhängern bis heute nicht verziehen wurde, zeigte sich erneut beim jüngsten Aufeinandertreffen mit den Münchnern (0:0). Neuer wurde in der Veltins-Arena bei seinen Ballkontakten lautstark ausgepfiffen. Baumann hätte sich insbesondere mit Blick auf die möglicherweise letzte Partie des Torhüters auf Schalke einen anderen Empfang gewünscht.

„Dass Manuel ein Schalker Herz hat, das hat er immer wieder betont. Deshalb finde ich es grundsätzlich schon schade. Da hätte ich mir schon etwas anderes gewünscht“, sagte der Sportvorstand. Neuer selbst ließ sich von den Reaktionen nicht aus der Ruhe bringen.
Nach der Partie betonte er die besondere Verbindung zu seinem Jugendverein: „Ich habe 20 Jahre für diesen Verein gespielt. Meine ganze Familie war da. Es war trotzdem ein sehr emotionaler Moment für mich, etwas ganz Besonderes.“ Ob daraus nach dem Karriereende tatsächlich eine Rückkehr in neuer Funktion entsteht, bleibt offen. Die Tür auf Schalke ist jedenfalls nicht vollständig geschlossen.