„Viele gute Sachen im Spiel“: Youri Mulder lobt Schalker Auftritt

Die Vorfreude war riesig. Doch dann kam die kalte Dusche. Im ersten Bundesligaspiel nach einer drei Jahre währenden Abstinenz kassierte der FC Schalke 04 beim FC Augsburg eine heftige 0:3-Klatsche. Zudem flog Ron Schallenberg (27) nach einer Roten Karten auch noch vom Platz.
Die Königsblauen versteckten sich in Augsburg nicht. Besonders in der Anfangsphase versuchten sie, hoch zu pressen und den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Speziell Moussa Sylla (26) zeigte sich sehr engagiert. Das gefällt auch dem Direktor Profifußball. „Man kann die Prinzipien erkennen, über die wir sprechen und die wir täglich trainieren“, analysiert Youri Mulder (57). „Wir waren griffig, hatten Balleroberungen und Chancen.“
Den Treffer zum 1:0 markierten jedoch die Augsburger. Nach 18 Minuten netzte mit Michael Gregoritsch (32) ausgerechnet ein Spieler, der selbst eins den königsblauen Dress trug. Unterkriegen ließ sich die Elf von Trainer Miron Muslic (43) von dem Rückstand jedoch nicht. „Selbst nach dem Gegentor war die Kontrolle nach fünf Minuten wieder vorhanden. Da waren viele gute Sachen im Spiel“, lobt Mulder in einer Vereinsmitteilung den Auftritt der Knappen.
„Laufen ohne Ende“
Der 57-Jährige sieht jedoch auch Defizite und führt erklärend aus: „Manchmal waren die Abstände zu groß, das wird in der Bundesliga bestraft. Das haben wir direkt in der Halbzeitpause thematisiert.“ Zwischen Abwehr und Angriff klaffte häufig eine Lücke. Zudem wiesen die Schalker Verteidiger Tempodefizite auf und ließen sich von den schnellen Außen der Augsburger überrennen. Vor allem der flinke Anton Kade (22) stellte Timo Becker (29) vor gewaltige Probleme.

Dennoch hielt S04 die Partie lange offen. Doch dann kam die verhängnisvolle 62. Minute, in der Schallenberg Gregoritsch foulte und Schiedsrichter Sascha Stegemann (41) ihn zu Recht des Feldes verwies. „Selbst mit einem Mann weniger haben wir gezeigt, dass wir fit genug sind und laufen ohne Ende“, sieht Mulder viel Positives. Der Sieg der Fuggerstädter sei schlussendlich allerdings verdient, was der Niederländer vor allem darauf zurückführte, dass „wir die wichtigen Momente nicht für uns genutzt haben“.
Am Samstag (5. September, 18:30 Uhr) empfängt S04 den FC Bayern München zum ersten Heimspiel. „Wir müssen kompakter sein, das können wir besser“, fordert Mulder, stellt aber auch klar: „Wir sind gleichzeitig keine Mannschaft, die nur hinten drinsteht, damit holt man sich nur die Probleme in den eigenen Sechzehner.“