Ex-Nationalspieler und HFC-Legende Wosz vor Schalke-Duell: „Nur selten geklappt“

VfL Bochum und Hertha BSC heißen die Stationen in der Bundesliga für Dariusz Wosz. Der heute 57 Jahre alte Ex-Profi begann seine Karriere aber in Halle und lief für die Saalestädter in der DDR-Oberliga auf.
Zwischen 1991 und 2007 bestritt der in Polen geborene Wosz 324 Einsätze (39 Treffer) in der höchsten deutschen Spielklasse. Für die Bundesrepublik Deutschland absolvierte der nur 1,69 Meter große Mittelfeldregisseur 17 Länderspiele (ein Tor). Bei der Europameisterschaft 2000 gehörte er dem DFB-Kader an.
Doch zu internationalen Ehren war Wosz bereits vor der Wiedervereinigung gekommen. Siebenmal lief er für die Auswahl der DDR auf. Seine Karriere hatte aber bereits im Alter von 17 Jahren Fahrt aufgenommen. In der Saison 1986/87 feierte er sein Debüt für Chemie Halle in der zweitklassigen DDR-Liga. Nach dem Aufstieg am Ende der Saison trug er noch bis Ende 1991 den Dress der Sachsen-Anhaltiner.
Seit 2020 leitet Wosz die Fußballschule des VfL Bochum, tritt zudem als Repräsentant des Klubs auf. Verbunden fühlt er sich aber weiterhin seinem alten Verein, der seit 1991 unter dem Namen Hallescher FC antritt. Daher blickt der 57-Jährige mit Spannung auf den Auftritt des HFC im DFB-Pokal gegen den FC Schalke 04 (24. August, 20:45 Uhr).
Schalke klarer Favorit
„Der Pokal folgt ja wie gesagt anderen Gesetzmäßigkeiten“, kennt auch Wosz die alte Fußballerweisheit. Favorit seien aber die Königsblauen, wie er im Gespräch mit Absolut Fussball betont: „Schalke ist der Bundesligist, Halle spielt in der Regionalliga. Es liegen also drei Klassen dazwischen.“ Die auch bei S04 bestens bekannte Trainer-Legende Peter Neururer (71) habe ihm „bei vergleichbaren Pokalspielen mit auf den Weg gegeben: Pro Liga Unterschied ein Tor Unterschied“. Doch der Ex-Nationalspieler gibt schmunzelnd zu: „Hat allerdings auch nur selten geklappt.“
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Pott-Klub in die nächste Runde einzieht, ist für Wosz groß. „Neun von zehn Spielen“ würde Schalke gewinnen, rechnet der Ex-HFC-Spieler nach, „aber vielleicht holt Halle auch ein Unentschieden“ und dann ginge es ins Elfmeterschießen. Ziel des Regionalligisten müsse es sein, „das Spiel so lange wie möglich offen“ zu gestalten.
