Hype um Schalke-Juwel: Muslic tritt auf die Euphoriebremse

Vor Luca Vozar könnte eine vielversprechende Zukunft beim FC Schalke 04 liegen. Trainer Miron Muslic findet jedoch deutliche Worte für den Hype um das junge Talent.
Beim FC Schalke 04 drängt das nächste Talent aus der eigenen Nachwuchsarbeit in den Fokus. Luca Vozar konnte während der Saisonvorbereitung auf sich aufmerksam machen und hinterließ auch im Testspiel gegen Real Madrid (0:3) einen positiven Eindruck. Trainer Miron Muslic möchte die Erwartungen an den 19-Jährigen dennoch bewusst niedrig halten.
Vozar gehört bereits seit 2015 zum S04 und spielt damit seit seinem achten Lebensjahr für die Königsblauen. In den vergangenen Wochen durfte der gebürtige Bottroper regelmäßig bei den Profis mitmischen. Gegen Real Madrid bekam er zwar nur rund eine Viertelstunde Spielzeit, trat dabei aber mutig und unbekümmert auf.
Der dadurch entstandenen Aufmerksamkeit begegnet Muslic allerdings mit Vorsicht. Auf der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel gegen den Halleschen FC am Montag (24. August) machte der Schalke-Coach deutlich, dass eine zu große Erwartungshaltung dem Youngster nicht helfen würde. „Von einem Hype hat ein junger Spieler nichts. Ein Hype ist schnell weg“, erklärte Muslic.
Muslic schwärmt von Schalke-Talent Vozar
Statt Vozar frühzeitig mit großen Hoffnungen zu belasten, soll seine Entwicklung auf Schalke Schritt für Schritt vorangetrieben werden. „Da sind wir sehr klar und können das sehr gut einschätzen. Wir wollen Luca nachhaltig aufbauen. Das werden wir, behutsam“, beschrieb Muslic den Plan mit dem S04-Juwel.

Auf welcher Position Vozar dabei langfristig eingeplant ist, scheint noch nicht abschließend geklärt. In der Vorbereitung wurde der variable Mittelfeldspieler unter anderem auf der Schiene eingesetzt und durfte gelegentlich auch Standards übernehmen. Eine feste Rolle muss sich das Talent somit offenbar erst noch erarbeiten. Dass die Verantwortlichen grundsätzlich große Stücke auf Vozar halten, machte Muslic allerdings unmissverständlich klar. Mit Blick auf den Nachwuchs erklärte der Trainer: „Das ist die Zukunft von Schalke.“
Sein Pflichtspieldebüt für die Profis steht bislang noch aus. Bereits in der vergangenen Saison gehörte Vozar beim Auswärtsspiel gegen den Karlsruher SC zum Kader, blieb bei der 1:2-Niederlage jedoch ohne Einsatz. Nach seiner auffälligen Vorbereitung könnten sich für ihn nun weitere Chancen ergeben. Schalke will dabei offenbar vor allem eines vermeiden: dass aus dem frühen Hype unnötiger Druck für das nächste Talent aus der Knappenschmiede entsteht.