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Schalke-Legende kickt mit 56! Ein Eurofighter spielt immer noch

Radoslav Latal
Foto: IMAGO

Mit 56 Jahren denkt sogar so mancher Trainer schon an den Ruhestand. Eine Schalke-Legende tritt dagegen noch selbst gegen den Ball. Heute vor 32 Jahren debütierte Radoslav Latal in der Bundesliga.


225 Spiele absolvierte Latal zwischen 1994 und 2001 für die Knappen. Der erste Auftritt in der Bundesliga jährt sich heute zum 32. Mal. Am 19. August 1994 durfte Latal beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach gleich von Beginn an ran. Rudi Assauer hatte den damals 24-Jährigen kurz zuvor von Sigma Olmütz verpflichtet. Unter Jahrhunderttrainer Huub Stevens gewann der Tscheche, der 14 Tore für Schalke schoss, 1997 den UEFA-Cup und 2001 den DFB-Pokal.

Nach dem Triumph im Finale gegen Union Berlin und der bitteren Vier-Minuten-Meisterschaft verabschiedete sich der Allrounder unter Tränen aus Gelsenkirchen und kickte noch fünf Jahre in der tschechischen Liga. 2006 beendete er seine Profikarriere, während der er 47 Länderspiele für Tschechien absolvierte und an zwei Europameisterschaften teilnahm.

Doch wer dachte, dass sich der ehemalige Nationalspieler fortan nur auf seine Trainerlaufbahn fokussieren sollte, wurde eines Besseren belehrt. Zwar stand Latal bei mehreren tschechische Erstligisten an der Seitenlinie und gewann mit Dynamo Brest den belarussischen Superpokal, im Amateurbereich jagte er jedoch weiter selbst dem Ball hinterher –  bis heute!

In Liga acht: Schalke-Legende Latal läuft mit seinem Sohn Radek auf

Mit inzwischen 56 Jahren spielt der Eurofighter für die zweite Mannschaft des Klubs FK Brodek u Prerova. Die erste Mannschaft spielt in der fünften Liga, Latal schnürt die Schuhe in Liga acht. Seit Januar spielt er dort sogar mit seinem Sohn Radek zusammen, der zuvor selbst als Profi in den ersten drei Ligen Tschechiens aktiv war.

Radoslav Latal
Foto: IMAGO

Radek Latal hat sich bewusst dafür entschieden, nur in der Reserve aufzulaufen, damit er mit seinem Vater auf dem Platz stehen kann. „Er spielt Innenverteidiger, ich spiele im zentralen Mittelfeld, eher offensiv“, verriet der 28-Jährige im Mai der Lokalzeitung Prerovsky Denik: „Manchmal streiten wir uns sogar, und es geht wild zu.“