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Star-Abgang bei Schalke? „Brauchen einen größeren Verkauf“

Frank Baumann
Foto: IMAGO

Nach dem Bundesliga-Aufstieg steht Schalke 04 finanziell unter Druck. Ein größerer Spielerverkauf soll einen möglichen Punktabzug verhindern.


Beim FC Schalke 04 herrscht nach dem Aufstieg große Vorfreude auf die Bundesliga. Doch während beim Schalke-Tag mehr als 100.000 Fans die Saisoneröffnung feierten, erinnerte Sportvorstand Frank Baumann daran, dass der Verein wirtschaftlich weiterhin vor erheblichen Herausforderungen steht. Vor allem das negative Eigenkapital von knapp 100 Millionen Euro setzt die Königsblauen unter Druck.

Im ersten Jahr nach der Rückkehr in die Bundesliga darf Schalke sein negatives Eigenkapital bis zum 31. Dezember nicht weiter verschlechtern. Ab dem zweiten Erstliga-Jahr muss der Klub dieses dann jährlich um zehn Prozent verbessern. Gelingt das nicht, droht in der folgenden Saison ein Abzug von drei Punkten.

Um die Vorgaben erfüllen zu können, ist Schalke auf zusätzliche Einnahmen angewiesen. „Wir müssen einen Gewinn erzielen, den wir aus dem normalen Alltagsgeschäft nicht erzielen können“, erklärte Baumann. Deshalb spielen insbesondere Erlöse auf dem Transfermarkt eine wichtige Rolle. Noch hat der Verein seine wirtschaftlichen Vorgaben für dieses Jahr nicht erfüllt.

Schalke braucht Einnahmen: Baumann erwartet größeren Abgang

Bis zum Ende der Sommer-Transferperiode am 1. September dürfte sich deshalb noch einiges bewegen. „Deswegen ist es auch sehr wahrscheinlich, dass wir noch einen größeren Abgang brauchen, um unsere wirtschaftlichen Ziele zu erreichen, wenn wir nicht anderweitig das Problem lösen“, sagte Baumann.

Frank Baumann
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Eine Alternative könnten zusätzliche Einnahmen durch die Fördergenossenschaft darstellen. Allerdings hatten die Verantwortlichen bereits auf der Mitgliederversammlung im Juli deutlich gemacht, dass diese Gelder gemeinsam mit anderen Einnahmen wie den Trikotverkäufen voraussichtlich nicht ausreichen werden.

Neben möglichen Verkäufen könnte es auch noch einen Zugang geben. Die bisherigen Planungen auf dieser Seite sind zwar weitgehend abgeschlossen, Baumann schließt eine weitere Verstärkung jedoch nicht aus. „Es wird noch ein bisschen was passieren bis zum 1. September.“

Sportlich sieht der 50-Jährige die Königsblauen schon jetzt ordentlich aufgestellt. Beim aktuellen Kader habe er „überhaupt keine Sorgen“, was dessen Konkurrenzfähigkeit betrifft. Dennoch bleibt die Aufgabe anspruchsvoll: Schalke muss sportlich in der Bundesliga bestehen und gleichzeitig genügend Transfererlöse erwirtschaften, um seine finanziellen Vorgaben einzuhalten.