Ablösefreier Schalke-Abschied? Becker weckt Interesse aus der Serie A

Der FC Schalke steht bei der Zukunft von Vitalie Becker vor einer wichtigen Entscheidung. Während die Vertragsgespräche stocken, soll bereits ein Serie-A-Klub Interesse am Eigengewächs zeigen.
Die Zukunft von Vitalie Becker zählt derzeit zu den spannendsten Personalien beim FC Schalke 04. Das Eigengewächs besitzt zwar noch einen Vertrag bis 2027, doch eine Verlängerung ist bislang nicht in Sicht. Gleichzeitig soll mit Lazio Rom nun ein Klub aus der Serie A ein Auge auf den 21 Jahre alten Linksverteidiger geworfen haben.
Becker hatte sich in der vergangenen Saison auf Schalke eindrucksvoll in den Vordergrund gespielt und sich zeitweise als Stammspieler etabliert. Eine hartnäckige Knieverletzung bremste seine Entwicklung jedoch aus, sodass er nach seinem Comeback nur noch eine Nebenrolle einnahm. Mit der Verpflichtung von Robin Gosens dürfte der Konkurrenzkampf auf der linken Abwehrseite nun noch einmal deutlich größer werden.
Parallel dazu laufen seit Monaten Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit Becker. Eine Einigung konnte bislang allerdings nicht erzielt werden. Informationen der Sport Bild zufolge liegen die Vorstellungen beider Seiten noch auseinander. Im Raum stehen unter anderem Forderungen nach einer höheren Beteiligung der Berater sowie einer Ausstiegsklausel. Die Verhandlungen sollen zuletzt ins Stocken geraten sein.
Vitalie Beckers Zukunft auf Schalke bleibt offen
Für Schalke ist die Situation heikel. Sollte Becker seinen Vertrag nicht verlängern, müsste der Verein einen Verkauf ernsthaft in Betracht ziehen. Andernfalls droht im Sommer 2027 ein ablösefreier Abschied eines Spielers, der seit seiner Kindheit in der Knappenschmiede ausgebildet wurde. Ein solches Szenario wollen die Königsblauen unbedingt vermeiden.

Zu den möglichen Interessenten gehört offenbar Lazio Rom. Der italienische Transferexperte Gianluca Di Marzio berichtet, dass der Serie-A-Klub Becker aufmerksam beobachtet. Ob daraus bereits in diesem Transferfenster ein konkretes Angebot entsteht, bleibt allerdings offen. Das Interesse aus Italien unterstreicht jedoch, dass Beckers Leistungen auch über die Bundesliga hinaus Aufmerksamkeit erregt haben.
Auf Schalke hofft man derweil weiterhin auf eine Vertragsverlängerung. Dafür spricht auch eine Aussage von Trainer Miron Muslic aus dem Trainingslager. Der Coach betonte, dass Robin Gosens „auch Vitalie Becker besser machen“ werde – ein Hinweis darauf, dass Muslic fest mit dem Talent plant. Ob Becker seinen Vertrag tatsächlich verlängert oder den Verein noch in diesem Sommer verlässt, bleibt allerdings offen. Kommt keine Einigung zustande, droht Schalke im Sommer 2027 der ablösefreie Verlust des Eigengewächses.