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kicker: Ndiaye-Tür doch nicht zu für Schalke

Moussa Ndiaye
Foto: IMAGO

Gosens ist da, aber die Ndiaye-Tür ist laut kicker noch nicht zu. Kommen Gosens und Ndiaye? Und kann der Senegalese auch Innenverteidiger?


Es ist die kurioseste Transfergeschichte dieser Schalker Sommerpause. Moussa Ndiaye kommt, Ndiaye kommt nicht, Robin Gosens kommt stattdessen, Ndiaye ist kein Thema mehr und plötzlich ist er wieder Thema. Ein ähnliches Hin und Her erleben die Schalker bei der Suche nach einem linksfüßigen Innenverteidiger. Nun berichtet der kicker, dass es doch eine Resthoffnung für die Schalker gibt. Und vielleicht kann der S04 sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Moussa Ndiaye kam im Winter auf Leihbasis zu Schalke und sollte ohne Kaufoption eine Alternative zum verletzten Vitalie Becker darstellen. Der Senegalese wurde auf Anhieb zu einem der besten Linksverteidiger der Liga und kehrte getreu dem Motto „Never fall in love with a loan player“ erstmal zum RSC Anderlecht zurück. Anderlecht wollte verkaufen, Schalke konnte nicht zahlen. Dann landete Robin Gosens am Donnerstag und der Ndiaye-Deal schien ausgeschlossen.

Doch der kicker berichtet nun, dass die Ndiaye-Tür für Schalke noch nicht vollständig geschlossen ist. Demnach wäre ein Wechsel des Senegalesen realistisch, falls Anderlecht seine Forderungen deutlich senkt und bei Schalke neuer Bedarf auf der linken Seite entsteht, etwa wenn Vitalie Becker den Verein verlassen sollte. Becker lehnt die Angebote zur Vertragsverlängerung bislang ab, sein Kontrakt läuft nach der Saison aus.

Könnte Ndiaye als linker Innenverteidiger neben Gosens spielen?

Und hier wird die Geschichte interessant. Schalke sucht seit Wochen nach einem linksfüßigen, passstarken Innenverteidiger für die Dreierkette. Igor Julio, Abdou Diallo, Cenk Özkacar, Naif Eissat, Felix Uduokhai – die Liste der Kandidaten ist lang, die der Absagen und Rückschläge ebenfalls.

Moussa Ndiaye
Foto: IMAGO

Moussa Ndiaye wurde in seiner Jugend als Innenverteidiger ausgebildet. Bei der senegalesischen Aspire-Akademie, beim U20-Afrika-Cup 2019 und bei der U20-Weltmeisterschaft 2019 agierte er als Abwehrchef in einer Viererkette und überzeugte dabei so sehr, dass ihn der FC Barcelona verpflichtete. Erst dort begann die Entwicklung zum Linksverteidiger. Seitdem absolvierte er nur noch sieben Einsätze als Innenverteidiger für Anderlecht und spielte ansonsten als Außenverteidiger.

Er bringt Tempo, starke Grätschen, Kopfballstärke und einen guten Spielaufbau mit. Damit passt er gut zu Muslics Anforderungen an die linke Seite der Dreierkette. Eine Leihe mit Kaufoption wäre möglich. Mit Gosens links und Ndiaye als linkem Innenverteidiger könnte Schalke ein spannendes Duo bilden. Ob ihm diese Rolle zugetraut wird, bleibt offen.
Für die Fans wäre es ein weiteres Highlight nach der Vorstellung des Heimtrikots und dem bevorstehenden Gosens-Coup.