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Kult-Kicker feiert: Willi Landgraf seit 20 Jahren auf Schalke

Willi Landgraf
Foto: Getty Images

Er ist der Mann für die Rekorde. Kein anderer Spieler stand in der 2. Fußball-Bundesliga häufiger auf dem Rasen als Willi Landgraf. Und keiner kassierte mehr Rote Karten als der mittlerweile 57 Jahre alte Ex-Profi. Nun feiert der gebürtige Mülheimer ein ganz besonderes Jubiläum.


Alemannia Aachen, Rot-Weiss Essen, FC Homburg und FC Gütersloh lauten die Stationen Landgrafs in Liga zwei. Insgesamt 508 Mal lief er im Unterhaus auf. Der Sprung in die 1. Bundesliga gelang ihm im Laufe seiner Karriere als Aktiver jedoch nicht.

Der nimmermüde Landgraf erhielt aufgrund seiner engagierten Spielweise den Spitznamen „Kampfschwein“. Zu wehren wusste sich der nur 1,66 Meter große Rechtsverteidiger. Neun Feldverweise kassierte er zwischen 1991 und 2006. Mithalten vermag in dieser Statistik lediglich Rüdiger Rehm (heute 47), der genauso häufig vom Platz flog. Für diesen Rekord aber nur 188 Einsätze benötigte.

Würdigung durch den Vorstand

Ausklingen ließ Landgraf seine Laufbahn bei der zweiten Mannschaft von Schalke 04. In Oberliga und Regionalliga sammelte er zwischen 2006 und 2009 weitere 78 Partien. Anschließend wechselte er an die Seitenlinie und rückte in den Trainerstab der Knappenschmiede auf. Dort sammelte er als Co- und Chef-Coach verschiedener Jugendteams Erfahrung. Von 2022 bis 2023 gehörte Landgraf dem Trainerteam der U23 an. Seine Arbeit setzte er anschließend bei der U16 fort, ehe er zur aktuellen Spielzeit die sportliche Verantwortung für die U15 übernahm.

Willi Landgraf
Foto: Getty Images

Seit seinem ersten Arbeitstag auf Schalke am 1. Juli 2006 sind nunmehr zwei Jahrzehnte ins Land gezogen. Am Mittwoch (15. Juli) würdigten im Rahmen einer feierlichen Ehrung S04-Sportvorstand Frank Baumann (50), Marcel Pomplun (48/Sportlicher Leiter U9 bis U16) sowie der Organisatorische Leiter Till Beckmann (46) Landgraf für seine Verdienste bei Königsblau.

Der Jubilar zeigte sich nach der Auszeichnung sichtlich gerührt. „Ich fühle mich geehrt und empfinde das Ganze als eine schöne Geste“, wird er auf der Vereins-Website zitiert. „Besonders in der heutigen Zeit ist das nicht selbstverständlich. Umso mehr freue ich mich darüber, dass an mich gedacht wurde“, erklärte Landgraf.