WM-Überraschung für Schalke Star!

Der WM-Traum eines weiteren Schalker Aufstiegshelden ist geplatzt: Adil Aouchiche fehlt überraschend im WM-Kader Algeriens.
Adil Aouchiche wird nicht mit Algerien zur Weltmeisterschaft 2026 reisen. Als der algerische Verband am Sonntagabend seinen endgültigen WM-Kader veröffentlicht, fehlt der Name des Schalkers auf der Liste. Das sorgt auch deshalb für Verwunderung, weil Aouchiche erst im März für die Nationalmannschaft nominiert worden war.
Dabei kam die erste Berufung des Offensivspielers ebenfalls überraschend. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Winter-Neuzugang erst sieben Pflichtspiele für Schalke 04 absolviert. Seine Bilanz laß sich solide, aber nicht außergewöhnlich: ein Tor, eine Vorlage und ein herausgeholtes Eigentor. Zudem gewannen die Königsblauen nur drei dieser sieben Partien.
Trotzdem berief Nationaltrainer Vladimir Petkovic den 23-Jährigen in den Kader und schenkte ihm am 27. März beim 7:0 gegen Guatemala sogar sein Länderspieldebüt. Durch das erfolgreiche Debüt und die Leistungssteigerung Aouchiches danach entstand der Eindruck, dass er gute Chancen auf ein WM-Ticket besitzt.
In den letzten sieben Ligaspielen erzielt er drei Tore und bereitet zwei weitere Treffer vor. Vor allem seine Dribblings, seine Kreativität und seine Standardstärke machten ihn zu einem der besten Spieler der Liga.
Mit seinem Siegtreffer am letzten Spieltag und zahlreichen Torbeteiligungen in den Wochen zuvor hatte Aouchiche entscheidenden Anteil daran, dass Schalke als Meister in die Bundesliga zurückkehrt.
Vorbereitung mit Schalke statt WM mit Algerien
Doch statt auf den formstarken Schalker zu setzen, beruft Vladimir Petkovic unter anderem Adil Boulbina und Nadhir Benbouali in sein WM-Aufgebot. Der Linke Flügelspieler Boulbina kommt in der ersten Liga Katars auf fünf Tore und fünf Vorlagen in 19 Spielen, Stürmer Benbouali steht beim ungarischen Klub Eto FC unter Vertrag und besitzt einen Marktwert von 1,2 Millionen Euro. Spieler, vor denen sich das einstige Megatalent Aouchiche eigentlich nicht verstecken müsste.

Für Schalke hat die Nicht-Nominierung zwei Seiten. Einerseits bleibt die Chance auf einen möglichen Marktwertsprung durch die Weltmeisterschaft aus. Andererseits steht Aouchiche den Königsblauen während der gesamten Sommervorbereitung zur Verfügung. Statt erst kurz vor dem Bundesliga-Start zurückzukehren, kann er gemeinsam mit Trainer Miron Muslic und der Mannschaft an den Grundlagen für die kommende Saison arbeiten.
Aouchiche ist nicht der einzige Schalker, dessen WM-Hoffnungen auf den letzten Metern geplatzt sind. Auch Soufiane El-Faouzi schafft es nicht in Marokkos endgültigen Kader, während Kenan Karaman trotz eines Platzes im erweiterten Aufgebot der Türkei zu Hause bleiben muss. Auch Moussa Ndiaye wurde vom Senegal nicht berücksichtigt.
Damit werden Nikola Katic, Edin Dzeko und Dylan Leonard voraussichtlich die einzigen Schalker bei der Weltmeisterschaft sein.