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Presseschau zum Aufstieg von Schalke 04: „Baumann der Kern des neuen Schalke“

Frank Baumann und Miron Muslic
Foto: IMAGO

Der Jubel war riesig, die Party lang und feucht und getoppt wurde der am Samstagabend feststehende Aufstieg noch durch die vorzeitige Meisterschaft am Sonntag. Der FC Schalke 04 ist tatsächlich zurück in der Bundesliga. Eine Erfolg, der vor Beginn der Saison kaum zu erhoffen gewesen war. Wieso dies dennoch gelang, diesem Thema widmen sich gleich mehrere Medien ausführlich.


Die Wende vom Abstiegskandidaten der 2. Bundesliga zum Meister dieser Spielklasse kam mit dem neuen Trainer Miron Muslic, meint die FAZ. „Der 43-Jährige formte aus einem Krisenteam in nur einer Saison eine Spitzenmannschaft.“ Dessen Entdeckung und der Mut zu seiner Verpflichtung wiederum sei Frank Baumann zu verdanken, der selbst nicht viel länger als Muslic auf Schalke arbeitet. Neben der Trainerauswahl hätte Baumanns kluge Transferpolitik die Weichen für Schalkes Aufstieg gestellt. An anderer Stelle attestiert die FAZ Schalke 04, inzwischen „sympathischer, reifer und gesünder“ zu wirken als zu Zeiten des letzten Abstiegs aus der Bundesliga.

Die Welt findet den Aufstieg in die Bundesliga „verdient“, weil der FC Schalke 04 seit dem 13. Spieltag mit einer Ausnahme auf Rang 1 der Tabelle zu finden war. Dazu verlor S04 von fünfzehn Pflichtspielen in diesem Kalenderjahr nur eines. Auch hier heißt es: Entscheidend für den sportlichen Aufschwung sei die Verpflichtung des damals noch unbekannten Miron Muslic gewesen.

Dejan Ljubicic und Edin Dzeko
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Kluge Winter-Transfers von Baumann für Schalke 04

Für Sky kommentiert Dirk große Schlarmann, dass der Aufstieg so verdient wie überraschend sei. Kern des neuen Schalke 04 sie dabei Frank Baumann. Vorzüglich habe dieser das Vakuum sportlicher Expertise im Vorstand ausgefüllt, weshalb „der ganze Verein nach Jahren von Kopflosigkeit und Machtkämpfen aufatmet und wieder an sich glaubt.“

Ebenso sei der Trainer zu nennen, der eine „unglaubliche Energie versprühe“, auch in kleinen Krisen standhaft und glaubwürdig geblieben sei. Sein Engagement und seine Leidenschaft wirkten ansteckend, die Spieler – und auch die Fans – folgten ihm. Doch den letztlich entscheidenden Beitrag zu diesem Erfolg habe die gelungene Kaderplanung geleistet. Schalke sei all-in gegangen. Dieser „Mut und das Risiko aller Verantwortlichen (….) wurde belohnt.“

Auch 11Freunde – man ahnt es – nennt das Duo aus dem „leidenschaftlichen Muslic“ und dem „besonnenen Baumann“ als die Väter des Erfolgs.

Dieselben Väter macht Sebastian Weßling in der WAZ aus. Frank Baumann habe dem Club durch seine Transfers wieder eine „klare sportliche Identität“ gegeben, Muslic mit Minimalistenfußball die Hinrunde erfolgreich bestritten. Dann kamen die ebenso mutigen wie gelungenen Wintereinkäufe und ein gänzlich anderer Spielstil. Plötzlich habe Schalke „richtig ansehnlichen Fußball“ gezeigt. „Sollte sich Schalke diesen Geist und dieses hohe Maß an klugen Entscheidungen beibehalten, ist der Klassenerhalt ganz sicher keine Träumerei.“