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Medien: „Beeindruckender Kurswandel“ von Schalke 04 hat mehrere Gründe

Frank Baumann
Foto: IMAGO

Viel geändert habe sich beim FC Schalke 04 seit der Winterpause, nicht nur durch die Ankunft von Edin Dzeko, konstatiert Oliver Müller in der Welt. Und führt aus, für welche Aspekte beim Tabellenführer der 2. Bundesliga dies gilt. Womit auch klar werde, dass sich S04 trotz Dzeko-Sperre nicht sorgen müsse.


„Eine Herausforderung“ seien die kommenden beiden Partien ohne den königsblauen Stürmerstar natürlich in jedem Falle. Schließlich hänge der „bemerkenswerte spielerische Wandel“, den Schalke 04 zuletzt vornahm, sehr eng mit Edin Dzeko zusammen. Er ist der Dreh- und Angelpunkt des Schalker Offensivspiels, war an neun der fünfzehn Toren für S04 in der Rückrunde direkt beteiligt. Ohne ihn wäre die Abkehr vom reinen Konterfußball hin zu einem dominanten offensiven Stil, wie sie Trainer Miron Muslic erfolgreich wagte, nicht denkbar gewesen, meint Müller.

Doch nicht nur dessen Torbeteiligungen sind so wertvoll für die neue Art auf Schalke, Fußball zu spielen. „Dzeko versteht es, Bälle festzumachen und die Mitspieler einzusetzen. Er gibt dem Offensivspiel eine Struktur, die so vorher nicht vorhanden gewesen war.“

Timo Becker und Nikola Katic
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S04 hat „hohe Trefferquote“ bei Transfers wie lange nicht mehr

Und doch gebe es weitere Gründe für diesen Wandel hin zu einem völlig anderen sportlichen Auftreten. Die weiteren drei neuen Feldspieler im Kader von S04 gäben dem Spiel eine „erheblich angehobene Qualität“, als da wären: Moussa Ndiaye, Dejan Ljubicic und Adil Aouchiche.

Der grundsätzliche Kurs stimme nun, daran ändere auch der so ärgerliche wie späte Punktverlust gegen Hannover 96 nichts. Das könne man vor allem deshalb behaupten, weil die Einkaufspolitik deutlich effektiver als zuvor sei. Schon im Sommer habe man bei seinen Transferaktivitäten eine hohe Trefferquote erreicht. Auch hier wird Müller konkret: Nikola Katic, Hasan Kurucay, Timo Becker und Mittelfeldspieler Soufiane El-Faouzi seien allesamt ein Gewinn für die fußballerische Qualität der Knappen gewesen. „So viele Zugänge, die sich auf Anhieb zu entscheidenden Verstärkungen entwickelten, hatte Schalke seit Jahren nicht mehr zu verzeichnen.“

Das wiederum sei auf Frank Baumann zurückzuführen, der nicht nur selbst mutige Entscheidungen trifft, sondern auch das Scouting des FC Schalke 04 entscheidend verbessert habe. Den Posten des Sportvorstands neu zu besetzen, welcher zuvor anderthalb Jahre verwaist war, sei somit der Ausgangspunkt für die enorm positive Entwicklung, die Schalke sportlich genommen hat. Und wie gut diese ist, habe man gegen Hannover 96, das als spielstärkstes Team der 2. Bundesliga gilt, so lange gesehen, wie man in Gleichzahl agierte. „Die Schalker beherrschten die Hannoveraner.“

Jetzt müsse S04 nur auch ohne Dzeko einfach so weiterspielen.