Abstiegskampf statt Aufstiegskampf: Ljubicic erklärt Schalke-Absage

Der FC Schalke ging im Winter bei Marin Ljubicic leer aus. Nun hat der Stürmer erklärt, warum er sich stattdessen für eine Leihe zu Fortuna Düsseldorf entschieden hat.
Marin Ljubicic hat erstmals ausführlicher erklärt, warum er sich im Winter gegen einen Wechsel zu Schalke 04 entschieden hat. Statt zum Zweitliga-Spitzenreiter zu gehen, schloss sich der Stürmer auf Leihbasis Fortuna Düsseldorf an. Der Angreifer kam bis zum Saisonende von Union Berlin – ohne Kaufoption.
Der Transfer sorgte für Überraschung. Schließlich hätte Ljubicic bei Schalke unter Trainer Miron Muslic um den Aufstieg spielen können. Doch der Kroate entschied sich bewusst anders. „Fortuna war überzeugter von mir, ich hatte hier definitiv ein besseres Gefühl“, erklärte er gegenüber BILD seine Entscheidung.
In Düsseldorf hatte vor allem Sportdirektor Sven Mislintat intensiv um den Stürmer geworben. Der 53-Jährige sprach intern und öffentlich in hohen Tönen von Ljubicic und bezeichnete ihn als mögliche „Soforthilfe“, sobald er vollständig fit sei. Am Ende setzte Mislintat den Deal durch – inklusive eines Gesamtpakets von rund einer halben Million Euro.
Auch wegen Dzeko: Warum Ljubicic nicht zu Schalke wechselte
Auch sportlich gab es für Ljubicic Argumente gegen einen Wechsel nach Gelsenkirchen. Bei Schalke wäre der Konkurrenzkampf im Sturm besonders groß gewesen. Mit der Verpflichtung von Superstar Edin Dzeko war bereits ein prominenter Platz im Angriff vergeben.

Der Start bei der Fortuna verlief für den Angreifer bislang allerdings schwierig. Eine Verletzung bremste ihn zunächst aus, weshalb er bisher nur auf zwei Einsätze mit insgesamt 44 Minuten Spielzeit kommt – ein Tor fehlt noch. „Ich war einen Monat lang verletzt, trainiere seit zwei Wochen und mache Schritt für Schritt. Ich möchte so schnell wie möglich fit sein, aber ich kann nicht sagen, wie lange es dauert“, sagte Ljubicic über seinen aktuellen Zustand.
Für Ljubicic geht es nun darum, möglichst viele Einsatzminuten zu sammeln und wieder in Form zu kommen. Die Leihe endet im Sommer, anschließend soll der Angreifer zunächst zu Union Berlin zurückkehren. Ob ein Wechsel zum FC Schalke in Zukunft noch einmal ein Thema werden könnte, bleibt offen.