Nach Kritik an Hefer: Schalke-Zoff vor Gericht beendet

Nach monatelangem juristischen Streit haben sich der Ehrenrat des FC Schalke und Aufsichtsratsmitglied Ender Ulupinar auf einen Vergleich geeinigt. Die ausgesprochene Verwarnung wurde aufgehoben.
Der juristische Streit zwischen dem Ehrenrat des FC Schalke 04 und Aufsichtsratsmitglied Ender Ulupinar ist beigelegt. Vor dem Oberlandesgericht Hamm verständigten sich beide Seiten auf einen Vergleich, der den Konflikt endgültig beendet.
Zentraler Punkt der Einigung: Die vom Ehrenrat ausgesprochene Verwarnung gegen Ulupinar wird zurückgenommen. Wie der Aufsichtsrat selbst in den sozialen Netzwerken erklärte, hätten sich beide Seiten „zum Wohle des Vereins“ auf diesen Schritt verständigt. In seinem Statement schrieb Ulupinar: „Der Ehrenrat des FC Schalke 04 und ich als Mitglied des Aufsichtsrates haben zum Wohle des Vereins die Streitigkeiten beendet.“
Der Konflikt geht auf die turbulente Zeit nach der enttäuschenden Saison 2024/25 zurück. Nachdem Aufsichtsratschef Axel Hefer öffentlich erklärt hatte, dass es keine personellen Konsequenzen geben werde, äußerte sich Ulupinar kritisch in den sozialen Netzwerken. Er stellte klar: „Sie spiegeln NICHT meine Sicht auf die Lage wider.“ Zudem forderte er eine „kompromisslose, schonungslose, ehrliche Aufarbeitung“ der sportlichen Situation. Außerdem betonte er, dass Verantwortung auch persönlich übernommen werden müsse.
Ulupinar reagiert auf Schalke-Zoff
Der Ehrenrat wertete diese öffentliche Kritik später als „vereinsschädigend bzw. satzungs- und leitbildwidrig“ und sprach eine Verwarnung aus. Dagegen setzte sich Ulupinar juristisch zur Wehr – mit Erfolg. Vor dem Landgericht Essen bekam er zunächst Recht, auch nach einem Widerspruch des Ehrenrates blieb das Gericht bei seiner Entscheidung. Wie die WAZ berichtet, hieß es in der Erklärung unter anderem: „Unstreitig fehlte es an einer entsprechenden vorherigen Anhörung des Vorstands und des Aufsichtsrates durch den Ehrenrat.“

Ulupinar nutzte sein Statement auch für eine persönliche Erklärung. Sein öffentliches Posting habe innerhalb des Vereins für Unruhe gesorgt, räumte er ein: „Mein öffentliches Posting vom 22. Mai 2025 hat in der Schalker Familie mit für Unruhe gesorgt. Das war nie meine Absicht.“
Gleichzeitig gab er eine Zusicherung für die Zukunft: „Ich sichere zu, dass Themen, die die Vereinsorgane betreffen, nicht mehr von mir öffentlich bewertet und kommentiert werden!“ Ulupinar gehört dem Schalker Aufsichtsrat seit 2024 an. Seine aktuelle Amtszeit läuft noch bis zum Sommer 2027.