Drittliga-Lizenz beantragt: Schalke-U23 darf vom Aufstieg träumen

Nach Wochen der offenen Frage hat der FC Schalke 04 eine Entscheidung getroffen. Die U23 hat die Lizenz für die 3. Liga beantragt und darf vom Aufstieg träumen.
Der FC Schalke 04 hat eine wichtige Weichenstellung vorgenommen: Für die U23-Mannschaft wurden die Lizenzunterlagen für die Saison 2026/2027 in der 3. Liga fristgerecht beim Deutscher Fußball-Bund eingereicht. Damit hat der Verein offiziell signalisiert, dass er einen möglichen Aufstieg seiner Zweitvertretung wahrnehmen würde.
Sportlich mischt das Team von Trainer Jakob Fimpel in der Regionalliga West ganz oben mit. Nach 23 Spieltagen rangiert die U23 auf Platz zwei und ist damit erster Verfolger von Fortuna Köln. Der Rückstand beträgt sieben beziehungsweise acht Punkte – allerdings haben die Königsblauen eine Partie weniger absolviert. Das direkte Aufeinandertreffen beider Teams im April könnte im Aufstiegsrennen richtungsweisend werden.
Mit der Einreichung der Unterlagen verfolgt Schalke nach eigenen Angaben auch das Ziel, frühzeitig strukturelle und organisatorische Voraussetzungen für eine mögliche Drittligateilnahme zu prüfen. Als vorläufige Spielstätte wurde die VELTINS-Arena angegeben.
Regionalliga-Zweiter: Schalkes U23 bewirbt sich für 3. Liga
Das Zulassungsverfahren des DFB ist für alle sportlich qualifizierten Klubs verbindlich. Geprüft werden insbesondere wirtschaftliche sowie technisch-organisatorische Kriterien, um einen reibungslosen Ablauf der Saison sicherzustellen. Zweitmannschaften von Lizenzvereinen unterliegen dabei vor allem der organisatorischen Kontrolle, da die wirtschaftliche Situation bereits über die DFL bewertet wird.

Neben Schalke haben auch weitere ambitionierte Klubs aus der Region ihre Unterlagen eingereicht. Dazu zählen unter anderem die U23-Teams von Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach und 1. FC Köln. Aus der Regionalliga West bewerben sich zudem Traditionsvereine wie Rot-Weiß Oberhausen, Sportfreunde Siegen sowie der FC Gütersloh um eine mögliche Teilnahme an der 3. Liga.
Ob es am Ende tatsächlich für den sportlichen Aufstieg reicht, ist offen – die formalen Voraussetzungen hat Schalke mit seiner Entscheidung nun jedoch geschaffen.