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„Brate“-Debatte? Muslic kontert nach Schalke-Sieg mit Humor

Miron Muslic
Foto: IMAGO

Der FC Schalke beendet mit einem 2:1 bei Holstein Kiel seine Sieglos-Serie und erobert die Tabellenführung zurück. Trainer Miron Muslic überzeugt danach nicht nur sportlich – sondern setzt mit einer „Brate“-Spitze auch noch für Lacher.


Mit einem 2:1-Erfolg bei Holstein Kiel hat FC Schalke 04 seine Negativserie beendet und sich zugleich die Tabellenführung zurückgesichert. Nach fünf Spielen ohne Sieg zeigte sich Trainer Miron Muslic entsprechend erleichtert – und bestens aufgelegt.

Im kalten Norden legten die Königsblauen einen Blitzstart hin. Zwei Standardsituationen sorgten früh für klare Verhältnisse: Erst traf Kenan Karaman, dann erhöhte Hasan Kurucay auf 2:0. Schalke dominierte die erste Hälfte, wirkte im Spiel mit Ball deutlich strukturierter und zielstrebiger als zuletzt. Muslic war voll des Lobes: „Ich bin sehr glücklich, sehr zufrieden – die erste Halbzeit war mit das Beste in dieser Saison, exzellent gemacht.“ Seine Mannschaft habe die Abläufe konsequent umgesetzt und dem Gegner kaum Räume gelassen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich jedoch das Bild. Ein unnötiger Foulelfmeter – verursacht von Ron Schallenberg – brachte Kiel zurück ins Spiel. „Der Elfmeter, den wir verursachen, war unnötig. Danach wurde das Spiel heiß. Wir haben aber alles wegverteidigt“, bilanzierte der Schalke-Coach. Statt kontrollierter Kombinationen war nun vor allem defensive Stabilität gefragt. Die Gäste verteidigten die knappe Führung mit viel Einsatz über die Zeit.

Schalke meldet sich im Aufstiegsrennen eindrucksvoll zurück

Für zusätzliche Schlagzeilen sorgte Muslic nach dem Abpfiff mit einem augenzwinkernden Seitenhieb auf einen Bericht der Bild über angebliche Sprachdiskussionen in der Kabine. „Heute war es nicht Edin Brate, sondern Hasan Abi und Kenan Abi“, sagte er mit einem Lächeln. Hintergrund: In der Woche war thematisiert worden, dass in der Mannschaft häufig das bosnische Wort „Brate“ (Bruder) falle. Gegen Kiel aber trafen mit Karaman und Kurucay zwei Spieler mit türkischen Wurzeln – „Abi“ bedeutet ebenfalls Bruder.

Kurucay hatte zuvor schon für Heiterkeit gesorgt. „Trainer, ich kann ein Tor riechen“, habe der Verteidiger vor dem Spiel angekündigt, erzählte Muslic später. Seine Antwort darauf: „Das Einzige, was du riechen kannst, ist Lahmacun.“ Kurucay reagierte auf dem Platz – mit seinem Treffer zum 2:0.

Am Ende stand ein hart erkämpfter, aber verdienter Auswärtssieg – und die Erkenntnis, dass Schalke im Aufstiegsrennen wieder ein gewichtiges Wort mitspricht.