Schalke atmet nach Sieg in Kiel auf: „Ganz, ganz wichtig“

Nach dem 2:1-Auswärtssieg bei Holstein Kiel beendet der FC Schalke 04 seine Mini-Krise und erobert die Tabellenspitze zurück. Trainer Miron Muslic spricht von einem „ganz, ganz wichtigen“ Erfolg – auch dank eines starken Edin Dzeko.
Holstein Kiel gegen FC Schalke 04 – es war kein fußballerischer Leckerbissen, aber ein Spiel mit enormer Bedeutung. Mit dem 2:1-Auswärtssieg beendet Schalke seine kleine Ergebniskrise und meldet sich eindrucksvoll im Aufstiegsrennen der 2. Liga zurück.
Trainer Miron Muslic sprach nach Abpfiff von einem Befreiungsschlag. „Das war heute ganz, ganz wichtig. Der Dreier tut uns gut, hochverdient.“ Nach zuvor sieglosen Wochen habe er nie den Glauben verloren: „Ich habe ein Urvertrauen in diese Mannschaft, solche Phasen gehören dazu.“ Besonders mit der ersten Halbzeit zeigte sich der Coach zufrieden: „Mit sehr guter Struktur, klaren Abläufen. Wir hätten drei, vier Tore machen können.“
Der Matchplan ging früh auf. Nach 16 Minuten brachte Kapitän Kenan Karaman die Gäste in Führung, nur wenig später legte Innenverteidiger Hasan Kurucay nach – beide Treffer fielen nach Standardsituationen. Vorbereiter war jeweils Winter-Neuzugang Edin Dzeko.
Karaman brachte die Marschroute auf den Punkt: „Wir haben einfach gespielt, waren gierig, aggressiv und sind auf die zweiten Bälle gegangen.“ Dieses pragmatische Auftreten sei auswärts entscheidend gewesen. „Die beiden Tore haben uns schnell gutgetan.“
Mini-Krise beendet: Schalke zurück an der Tabellenspitze
Die Hausherren zeigten Moral, haderten jedoch mit einzelnen Entscheidungen. Ein Kopfballtreffer von Phil Harres wurde wegen eines Offensivfouls aberkannt, später verkürzte Davic Zec per Elfmeter auf 1:2. Trotz weiterer Möglichkeiten blieb es beim knappen Schalker Erfolg.
Kiels Trainer Marcel Rapp bemühte sich um Sachlichkeit: „Sorgen bringen nichts. Es geht darum, Leistung zu bringen.“ Seine Mannschaft habe vieles versucht, „aber ein bisschen Glück hat gefehlt“. Harres formulierte es deutlicher und kritisierte die Entscheidung beim aberkannten Tor: „Ich kriege klaren Kontakt – beim Tor ist es dann auf einmal ein Foul. Das kann ich nicht verstehen.“
Auch Mittelfeldspieler Jonas Meffert ärgerte sich vor allem über die Gegentore nach ruhenden Bällen: „Wir wussten, dass Schalke stark bei Standardsituationen ist, umso ärgerlicher sind die beiden Gegentore.“ Für Schalke bedeutet der Erfolg nicht nur das Ende der Mini-Krise, sondern auch die Rückkehr an die Tabellenspitze. Das Selbstvertrauen dürfte vor dem anstehenden Heimspiel gegen 1. FC Magdeburg am Samstag (20:30 Uhr) spürbar gewachsen sein.