„Alle müssen höllisch aufpassen“: Schalke-Ikone schlägt Alarm

Nach fünf Spielen ohne Sieg ist beim FC Schalke 04 die Tabellenführung futsch. Klub-Ikone Tomasz Hajto warnt vor der Krise – glaubt aber fest an den direkten Wiederaufstieg.
Der FC Schalke 04 steckt in einer heiklen Phase der Saison. Kein Sieg aus den letzten fünf Spielen, die Tabellenführung verspielt – die Nervosität wächst. Doch ausgerechnet jetzt meldet sich ein Mann zu Wort, der weiß, was es heißt, das königsblaue Trikot zu tragen: Tomasz Hajto.
Im Interview mit Sport Bild schlägt der frühere Verteidiger Alarm – aber er verbreitet keineswegs Untergangsstimmung. „Die Resultate zuletzt sind alarmierend. Schalke ist in eine Krise gerutscht. Alle müssen jetzt hellwach sein und höllisch aufpassen“, warnt der 53-Jährige. Klare Worte, wie man sie von Hajto kennt.
Trotz der sportlichen Delle sieht er einen entscheidenden Faktor auf der Seite der Knappen: Trainer Miron Muslic. Für Hajto ist er „genau der Richtige, ein Riesen-Glücksgriff für Schalke“. Besonders imponiert ihm dessen Auftreten. „Seine Gestik und Mimik sind sensationell. Ich bin sicher, dass er den richtigen Ton trifft und den Jungs Beine macht. Er spricht Klartext – das braucht Schalke.“
Auch personell habe der Klub ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Verpflichtung von Edin Dzeko bewertet Hajto als echten Coup. „Mit diesem Transfer ist Schalke ein Sensations-Coup gelungen“, sagt er – und gerät regelrecht ins Schwärmen: „Wie sich Dzeko auch mit 39 noch auf dem Platz bewegt, das ist top. Er hat noch immer internationales Niveau.“
Steigt Schalke in die Bundesliga auf? Hajto legt sich klar fest
Für Hajto ist der Bosnier weit mehr als nur ein Torjäger. Dzeko sei „der verlängerte Arm des Trainers“ und werde „seine Kollegen auf dem Platz, in der Kabine und im Training führen“. Zudem kenne er durch seine Zeit in Wolfsburg den deutschen Fußball und wisse, „welche Wucht dieser Klub hat“.
Trotz des Rückfalls auf Rang zwei sieht Hajto keinen Grund zur Panik. Im Gegenteil: „Das kann sogar ein Vorteil sein.“ Die Rolle des Jägers liege den Königsblauen womöglich besser. „Ab und zu ist die Jägerrolle leichter. Wenn Schalke Tabellenführer ist, heißt es immer: Favorit, Favorit, Favorit.“ Gerade für junge Spieler könne dieser Druck zur Belastung werden.
An seinem Optimismus ändert das jedoch nichts. „Ich bin sicher, dass Schalke am Ende direkt aufsteigt.“ Für Hajto ist klar: Der Weg mag steinig sein – aber das Ziel heißt Bundesliga. Und dorthin gehört Schalke seiner Meinung nach unbedingt zurück.