„Sie streben klar den Aufstieg an“: VfL-Trainer Rösler mit Respekt vor Schalke

Der FC Schalke reist als klarer Aufstiegsfavorit nach Bochum, doch VfL-Trainer Uwe Rösler sieht sein Team gut gewappnet. Vor dem Derby spricht er über die Stärken des Spitzenreiters und Schalke-Neuzugang Edin Dzeko.
Wenn der VfL Bochum am Samstag (13 Uhr) den FC Schalke 04 empfängt, ist die Rollenverteilung klar. Der Tabellenführer reist als Favorit ins Ruhrstadion, doch Bochums Trainer Uwe Rösler sieht sein Team keineswegs chancenlos – vorausgesetzt, alles passt.
Rösler weiß um die Qualität des Gegners und spart nicht mit Lob. Schalke sei „sehr gut organisiert“ und verfüge über eine Mannschaft, „die weiß, wie man Spiele gewinnt“. Besonders die jüngsten Transfers unterstreichen für ihn die Ambitionen der Königsblauen: „Das ist eine klare Ansage vom Verein mit den Verpflichtungen: Sie streben klar den Aufstieg an.“
Für den VfL geht es nach zuletzt mehreren Unentschieden darum, endlich wieder einen Sieg einzufahren – am besten gegen einen Großen der Liga. „Ein durchschnittlicher Tag reicht nicht“, stellte Rösler klar. „Wir brauchen einen Top-Tag. Wenn wir den haben, können unsere Waffen stechen.“ Gleichzeitig betonte er, dass auch Bochum schwer zu schlagen sei, insbesondere im eigenen Stadion.
VfL-Trainer Uwe Rösler warnt vor Schalke-Neuzugang Edin Dzeko
Ein zentrales Thema vor dem Spiel ist der Umgang mit Schalkes prominenter Sturmoption Edin Dzeko. Der Angreifer könnte erneut nur von der Bank kommen, bleibt aber ein Faktor. Rösler zeigte großen Respekt vor dessen Karriere, warnte aber vor zu viel Ehrfurcht: „Es ist eine super Herausforderung, gegen so einen Spieler spielen zu dürfen.“ Eine Sonderbewachung schloss er aus, denn: „Je mehr wir über ihn reden, umso mehr Respekt würden die Spieler zeigen.“
Personell muss Bochum zwar auf Kevin Vogt verzichten, dafür hat Rösler auf den Außenbahnen Alternativen. Gerrit Holtmann und Farid Alfa-Ruprecht stehen beide zur Verfügung und könnten im Spielverlauf wichtige Rollen übernehmen.
Trotz der klaren Ausgangslage hofft der VfL-Coach auf einen intensiven Auftritt seiner Mannschaft. Schalke bringe enorme Erfahrung und Durchschlagskraft mit, doch Bochum wolle sich nicht verstecken. Oder wie Rösler es mit Blick auf den Starstürmer formulierte: „Er ist ein sehr guter Spieler, aber das heißt nicht, dass wir ihn nicht ausschalten können.“