Schalke-Aufstieg? Muslic äußert einen anderen Wunsch

Vor dem Start in die Rückrunde tritt Schalke-Trainer Miron Muslic bewusst auf die Bremse. Trotz Tabellenführung spricht der Coach lieber über Entwicklung, Fitness und einen klaren Wunsch als über den Aufstieg.
Der FC Schalke 04 ist mit Rückenwind in die Wintervorbereitung gestartet. Tabellenführung, beste Defensive der Liga – und dennoch warnt Trainer Miron Muslic vor Selbstzufriedenheit. Über den Aufstieg will der 43-Jährige weiterhin nicht sprechen. Stattdessen formuliert er einen anderen Schwerpunkt für die kommenden Wochen.
Zum Auftakt absolvierte Schalke zwei kurze, intensive Einheiten. Auf ein Trainingslager verzichtete der Klub bewusst – eine Entscheidung, die Muslic verteidigt. „Wir haben hier bestmögliche Bedingungen“, sagte der Coach gegenüber den Ruhr Nachrichten und verwies auf beheizte Plätze. Mit einem Augenzwinkern ergänzte er: „Wir haben hier Tiroler Verhältnisse.“ Die Vorbereitung solle praxisnah bleiben, auch mit Blick auf winterliche Bedingungen in den anstehenden Spielen.
Inhaltlich legt Muslic den Fokus klar auf die Weiterentwicklung im Spiel nach vorne. Die stabile Defensive mit lediglich zehn Gegentoren nach 17 Spieltagen ist das Fundament, doch offensiv sieht der Trainer noch Potenzial. „Wir haben sehr viel investiert in der Defensive“, erklärte er gegenüber RUHR24, schob aber nach: „Offensiv wollen wir einen Gang hochschalten.“ Schalke habe auch ohne großen Glanz gepunktet – das solle sich nun ändern.
Trotz starker Ausgangslage: Schalke-Coach Muslic bleibt seiner Linie treu
Trotz der glänzenden Ausgangslage bleibt der Trainer seiner Linie treu. Große Zielansagen meidet er bewusst. „Wir sind gut beraten, genauso weiterzumachen wie bisher – von Tag zu Tag, von Woche zu Woche“, betonte Muslic. Der Dezember habe gezeigt, dass Belastung und Ausfälle Spuren hinterlassen können. Deshalb formuliert der Coach seinen wichtigsten Wunsch klar: „Mein großer Wunsch ist es, dass die Spieler wieder gesund werden.“
Dabei helfen die zuletzt entspannteren Personalien. Rückkehrer im Mannschaftstraining und individuell aufbauende Profis erweitern die Optionen und beleben den Konkurrenzkampf – ein Faktor, den Muslic als entscheidend für die starke Hinrunde ausmacht. Mit einer kurzen Vorbereitung von nur zwei Wochen will Schalke jede Einheit nutzen, um an Details zu arbeiten und variabler zu werden.
Unterm Strich bleibt die Botschaft eindeutig: Schalke denkt nicht in Tabellenplätzen, sondern in Entwicklungsschritten. Der Aufstieg ist zumindest in der Öffentlichkeit kein Thema – Gesundheit, Konkurrenzkampf und ein offensiver Entwicklungsschub dagegen schon.