Bitterer Start: Schalke enttäuscht Fans beim Trainingsauftakt

Nach dem ersten öffentlichen Training im neuen Jahr herrschte bei vielen Schalke-Fans Ernüchterung statt Euphorie. Rund 200 Anhänger warteten vergeblich auf Autogramme und Fotos der Profis.
Der Start ins neue Jahr verlief für viele Anhänger des FC Schalke 04 ernüchternd. Rund 200 Fans waren zum ersten öffentlichen Training gekommen, hofften auf Autogramme und Fotos – und gingen am Ende leer aus. Statt Fan-Nähe gab es Frust, obwohl der Klub sportlich die Vorbereitung auf die Rückrunde aufgenommen hat.
Nach einer etwa 45- bis 50-minütigen Einheit verschwanden die Profis direkt in den Kabinentrakt. Die übliche Autogrammrunde blieb aus. Eine Ordnerin machte den wartenden Fans laut Angaben von RUHR24 unmissverständlich klar: „Heute gibt es keine Autogramme“. Besonders bitter: Unter den Zuschauern waren viele Familien mit Kindern, für die ein Foto mit dem Lieblingsspieler der Höhepunkt des Tages gewesen wäre.
Der Verein begründete die Entscheidung mit den äußeren Bedingungen. Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, Wind und teils Schneefall hätten das Risiko erhöht, dass die verschwitzten Spieler auskühlen. Aus Sicht des Klubs eine Vorsichtsmaßnahme, um Erkältungen zu vermeiden – für die teils weit angereisten Fans jedoch kaum tröstlich.
Trainingsauftakt: Viele Schalke-Profis fehlen noch
Sportlich war der Trainingsauftakt ebenfalls von Einschränkungen geprägt. Mehrere Spieler fehlten noch, teils wegen verlängerten Urlaubs, teils verletzungsbedingt. Positiv: Adrian Gantenbein kehrte ins Mannschaftstraining zurück, Torhüter Justin Heekeren arbeitete individuell. Ein Trainingslager im Süden gibt es in diesem Winter bewusst nicht. Trainer Miron Muslic erklärte die Entscheidung gegenüber RUHR24 so: „Beide Trainingsplätze sind mit einer Rasenheizung ausgestattet. Die Plätze sind grün und die Spiele in den nächsten Wochen werden unter genau solchen Bedingungen sein. Deswegen bereiten wir uns darauf bestmöglich vor.“
Damit setzt Schalke auf Realismus statt Sonne – anders als etwa der VfL Bochum, der ins Trainingslager nach Belek reiste. Für die Fans der Königsblauen bleibt jedoch die Sorge, dass die sonst so gelebte Nähe in der Wintervorbereitung zu kurz kommt.
Auch die nächste öffentliche Einheit dürfte bei ähnlichen Temperaturen stattfinden, die Chancen auf Autogramme sind entsprechend ungewiss. Der Blick richtet sich nun auf den Rückrundenstart. Gleich zu Beginn wartet ein anspruchsvolles Programm, unter anderem mit dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC.