Schalkes Ex-Coach Reis erlebt Höhen und Tiefen in der Türkei

Schalkes Ex-Trainer Thomas Reis feiert mit Samsunspor in der Türkei sensationelle Erfolge. Allerdings musste der 51-Jährige zuletzt auch einen bitteren Rückschlag hinnehmen.
Thomas Reis erlebt derzeit Höhen und Tiefen im internationalen Fußball. Der 51-Jährige, der in der Vergangenheit sowohl den VfL Bochum als auch den FC Schalke 04 trainierte, feiert aktuell als Coach von Samsunspor Erfolge in der Türkei. In der vergangenen Saison führte er den Klub sensationell auf Platz drei der Süper Lig und damit in den Europapokal. Auch in der laufenden Saison ist Samsunspor stark gestartet: Nach zwei Siegen aus zwei Ligaspielen gehört das Team erneut zur Spitzengruppe.
Trotz seines Engagements in der Türkei verfolgt Reis die Entwicklungen bei den Königsblauen weiterhin aufmerksam. „Die letzten Jahre gab es auf Schalke ständig Theater. Ich hoffe einfach, dass es für diesen riesigen Klub wieder in die richtige Richtung geht“, sagte er im Interview mit der WAZ. Besonders lobt er den Start unter dem neuen Trainer Miron Muslic: „Der Trainer hat es geschafft, ein bisschen Euphorie zu entfachen. Diese Emotionen und diese Wucht können ein Faustpfand sein.“
Ex-Schalke-Trainer Reis führt Samsunspor in die Conference League
International musste Reis jedoch einen Rückschlag hinnehmen. In den Play-offs zur Europa League scheiterte Samsunspor gegen Panathinaikos Athen. Nach einer 1:2-Niederlage im Hinspiel reichte ein 0:0 im Rückspiel nicht aus, um den Einzug in die Gruppenphase zu sichern.
Damit startet Samsunspor in dieser Saison in der UEFA Conference League, wo unter anderem ein Auswärtsspiel beim deutschen Vertreter FSV Mainz 05 ansteht. Für Reis ist dies dennoch ein Erfolg. Auch wenn gegen Panathinaikos das Aus kam, stellt der Einzug in die Conference League einen bedeutenden Erfolg für den Klub dar – maßgeblich mitgestaltet von dem deutschen Trainer.
Der Rückblick auf seine Zeit auf Schalke zeigt die andere Seite seiner Karriere. 2022 übernahm Thomas Reis die Knappen in schwieriger Lage, konnte den Abstieg in die 2. Bundesliga trotz einer starken Rückrunde nicht verhindern und musste nach einem enttäuschenden Start in die Saison 2023/24 gehen. Trotz der Enttäuschung in Deutschland scheint der Trainer nun in der Türkei wieder Fuß gefasst zu haben – mit klarer Perspektive für kommende internationale Aufgaben.