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Muslic bekam auf Schalke den Vorzug: Ex-Kandidat fällt ab

Miron Muslic
Foto: IMAGO

Als Frank Baumann im Sommer 2025 Miron Muslic als neuen Trainer des FC Schalke 04 präsentierte, war die Entscheidung bei Teilen der Fans durchaus umstritten. Ein prominenter Name war damals ebenfalls im Rennen: Vereinsikone Raúl. Während Muslic auf Schalke inzwischen große Erfolge feiert, ist der Spanier weiter auf der Suche nach einer neuen Aufgabe.


Der FC Schalke 04 wagte im Sommer 2025 einen Neustart. Nach einer enttäuschenden Saison in der 2. Bundesliga setzte Sportvorstand Frank Baumann nicht auf einen großen Namen, sondern auf Miron Muslic. Der Bosnier war zuvor beim englischen Klub Plymouth Argyle tätig und war nicht unbedingt der prominenteste Kandidat auf dem Trainermarkt.

Dabei soll Schalke auch über eine Rückkehr von Raúl nachgedacht haben. Die Vereinslegende war bereits zwischen 2010 und 2012 für die Königsblauen aktiv und hatte sich anschließend als Trainer weiterentwickelt. Laut der spanischen Zeitung AS soll der 49-Jährige gleich mehrfach ein Thema bei Schalke gewesen sein – unter anderem auch im Sommer 2025.

Baumann erklärte Entscheidung für Muslic

Am Ende fiel die Wahl jedoch auf Muslic. Baumann begründete die Entscheidung damals vor allem mit sportlichen Überlegungen. „Wir haben uns zunächst mit dem Fußball beschäftigt, den wir spielen lassen wollen, und danach haben wir den Trainer ausgesucht. Da haben andere Kandidaten einfach besser gepasst als Raúl“, erklärte der Sportvorstand gegenüber der BILD.

Entscheidend sei nicht der Bekanntheitsgrad eines Trainers gewesen. „Für uns ging es nicht darum, einen Trainer zu holen, der den größten Applaus bringt – sondern den größten Erfolg. Miron hat uns im Gesamtpaket am meisten überzeugt“, so Baumann.

Die Entwicklung sollte ihm recht geben. Muslic führte Schalke in seiner ersten Saison zur Meisterschaft in der 2. Bundesliga und damit zurück ins Oberhaus. Auch dort setzt der 44-Jährige aktuell seinen erfolgreichen Weg fort.

Wie sehr das Team seinen Trainer verinnerlicht hat, zeigt Soufiane El-Faouzi als auffälligstes Beispiel: Der Mittelfeldspieler hat an den ersten vier Bundesliga-Spieltagen 51,28 Kilometer zurückgelegt und führt damit die Laufstatistik der Liga an. Beim 0:0 gegen den FC Bayern kam er auf 13,1 Kilometer, Satoshi Tanaka legte in derselben Partie sogar 13,2 Kilometer zurück.

Raúl wartet weiter auf neue Aufgabe

Während Muslic inzwischen fest auf Schalke etabliert ist, verlief die Entwicklung bei Raúl deutlich anders. Der frühere Weltklasse-Stürmer arbeitete über Jahre als Trainer der zweiten Mannschaft von Real Madrid. Im Sommer 2025 verließ er die Königlichen nach sechs Jahren als Coach von Real Madrid Castilla.

Raul Gonzalez
Foto: IMAGO

Eine neue Trainerstation hat sich für den mittlerweile 49-Jährigen bislang jedoch nicht ergeben.

Ob Raúl unter anderen Umständen eine ähnliche Entwicklung wie Muslic genommen hätte, bleibt offen. Fest steht lediglich: Schalke entschied sich damals gegen den prominenten Namen und für den vergleichsweise unbekannten Trainer – die Entscheidung sollte sich auszzahlen und Muslic führte die Königsblauen anschließend zurück in die Bundesliga.