Schalke-Rückkehr kein Thema? So steht es um Ex-Knappe Sead Kolasinac

Nicht wenige Schalke-Fans würden ihn gerne wieder im königsblauen Trikot sehen. Doch bislang vergebens: Sead Kolasinac (33) läuft weiterhin für Atalanta Bergamo auf.
Jüngst kehrte der bosnische Nationalspieler in die Veltins-Arena zurück. Doch er trug nicht den Dress der Gastgeber, sondern von Atalanta Bergamo. Kolasinac, der insgesamt 141 Pflichtspiele für die Profis von S04 bestritt, gewann am 8. August mit seinem Klub im Rahmen der Saisonvorbereitung 3:0.
„Zunächst einmal habe ich mich riesig gefreut, wieder einmal in der Veltins-Arena auflaufen zu dürfen“, erklärte der Linksverteidiger anschließend in einem Interview mit Schalker Vereinsmedien. Kolasinac bekannte sich zum Revierklub: „Auch wenn ich nicht mehr für Königsblau spiele, bin ich immer noch Schalker!“
Ein Comeback als Knappe ist zwar immer mal wieder Thema – vor allem in Fankreisen –, doch Frank Baumann (50) erteilte solchen Gedankenspielen eine Absage. „Wir wissen alle, dass Seo Schalke liebt und Schalke Seo liebt“, erklärte der Schalker Sportvorstand Mitte August. Eine Verpflichtung sei jedoch aus sportlichen und finanziellen Gründen nicht realisierbar. Zumal S04 mit Robin Gosens (32) und Vitalie Becker (21) auf der linken Abwehrseite gut aufgestellt ist.
Bergamo schwach gestartet
Bei Atalanta Bergamo gehört Kolasinac auch in dieser Spielzeit zum Stammpersonal. In drei von fünf Ligapartien stand der 33-Jährige in der Startformation, ein weiteres Mal kam er von der Bank. Einzig die sportliche Ausbeute der Mannschaft lässt bisher noch zu wünschen übrig.
Nach der jüngsten 0:2-Niederlage bei Juventus Turin steckt Atalanta Bergamo in der Krise. Die Nerazzurri kassierten bereits die dritte Ligapleite in Folge. Mit mageren sechs Zählern nach fünf Partien belegen die Bergamaschi aktuell nur Rang elf. Damit liegen sie weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Spitzenreiter AS Rom befindet sich mit 13 Zählern vorläufig außer Reichweite.

Nach der Länderspielpause wartet eine Pflichtaufgabe auf Kolasinac & Co. Am Montag, den 12. Oktober (18:30 Uhr), empfangen sie den noch punktlosen Tabellenletzten FC Venedig.
Im Sommer 2027 endet Kolasinacs Vertrag mit Bergamo. Spätestens dann dürfte die Diskussion um eine Rückkehr des „verlorenen Sohnes“ neu entfacht werden.