Allgemein

Nächster Deal geplatzt: Karriere von Schalke-Wette Matondo am Abgrund

Rabbi Matondo
Foto: imago images

Rund zwei Wochen ist Rabbi Matondo nun wieder auf Klubsuche – und ein Ende ist nicht in Sicht. Der Waliser, den Schalke einst als Millionentalent nach Gelsenkirchen holte, wartet nach dem Aus in Norwegen weiter auf einen neuen Arbeitgeber.


Der 26-Jährige steht seit der Vertragsauflösung bei SK Brann ohne Verein da. Zwischenzeitlich deutete vieles auf einen Wechsel zu Sheffield United hin: Matondo durchlief die komplette Sommervorbereitung bei den Engländern und lief in drei Testspielen auf. Doch am Ende war klar, dass es nicht zu einem Vertragsabschluss kommen wird.

Bei dem norwegischen Erstligisten hatte Matondo im März dieses Jahres ablösefrei unterschrieben. Herausgekommen waren am Ende nur drei Einsätze und magere 30 Minuten Spielzeit, ehe der Klub den Kontrakt Ende August wieder auflöste. Der Abschied fiel dem Flügelspieler sichtlich schwer.

„Es war einfach schade, dass ich den Fans nicht zeigen konnte, was ich auf dem Platz kann“, sagte Matondo zu seinem Abgang aus Bergen.

Von der Heidel-Wette zum Millionen-Minus

Angefangen hatte alles im Winter 2019. Nachdem Borussia Dortmund mit Jadon Sancho vorgemacht hatte, wie sich junge Talente von der Insel zu Verkaufsschlagern entwickeln lassen, wollte Christian Heidel dieses Modell übertragen. Der damalige Sportvorstand lotste Matondo für neun Millionen Euro aus dem Nachwuchs von Manchester City nach Schalke – einer seiner letzten Deals und ein klarer Missgriff. Das stellte sich auch recht schnell heraus.

Rabbi Matondo
Foto: IMAGO

Sportlich fand der Waliser bei den Königsblauen nie zu seiner Form. In 32 Partien standen am Ende gerade einmal zwei Treffer. Ein seltener Höhepunkt gelang ihm beim 3:1-Erfolg in Leipzig, als Schalke unter David Wagner einen Konter durch Matondo eiskalt abschloss. Nachhaltige Wirkung hatte dieser Moment nicht. Im Gegenteil, die Karriere ging seitdem nur bergab.

2022 zog es Matondo für drei Millionen Euro zu den Glasgow Rangers weiter – gemessen an seiner dürftigen Bilanz eine erstaunlich hohe Summe. Für Schalke blieb dennoch ein sattes Verlustgeschäft von sechs Millionen Euro hängen. Danach folgten Leihen bei Stoke City, Cercle Brügge und zuletzt in der Rückrunde 2024/25 bei Hannover 96, ohne dass er sich irgendwo festspielen konnte.

Die Spekulationen über eine Rückkehr auf die britische Insel reißen nicht ab. Ein konkretes Angebot fehlt bislang. Für Matondo drängt die Zeit, wenn seine Karriere nicht endgültig ins Abseits geraten soll.