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Kevin Müller über das Revierderby und sein Verhältnis zu Karius

Kevin Müller
Foto: IMAGO

Ersatzkeeper Kevin Müller spricht über das Derby und seine Rolle hinter Karius. Seine Aussagen verdeutlichen die klare Schalker Hierarchie.


Kevin Müller ist kein Mann großer Worte, aber wenn er spricht, dann klar und direkt. Im Gespräch mit Absolut Fußball hat der 35-jährige Ersatzkeeper des FC Schalke 04 über ein Thema gesprochen, das die Fans besonders beschäftigt: die Rückkehr des Revierderbys gegen Borussia Dortmund.

Dieses geschichtsträchtige Duell wird nach drei Jahren Pause im Dezember in der Veltins-Arena steigen. Müller zeigte sich diesbezüglich erwartungsfroh, aber auch besonnen. „Die Mutter aller Derbys, oder? Hat irgendwann mal jemand gesagt. Ist natürlich mega, das live als Spieler im Stadion miterleben zu dürfen. Wenn du dich als Spieler darauf vorbereiten darfst und da Teil von sein darfst, ist das eine Wertschätzung.“

Gleichzeitig betonte er die Verantwortung, die damit einhergeht: „Wir sind uns der Erwartungshaltung, die die Fans zu Recht haben, bewusst. Ich hoffe natürlich, dass es friedlich bleibt und dann einfach dieses Fußballfest wird, wie sich’s alle wünschen.“

Klare Hierarchie und starkes Miteinander im Schalker Tor

Noch deutlicher wurde Müller beim Thema Torwartkonkurrenz. Die Rollenverteilung zwischen ihm und Loris Karius ist klar definiert und wird von beiden gelebt. „Wir haben ein absolut super Verhältnis. Die Hierarchie ist klar kommuniziert, war’s letztes Jahr auch. Loris hat eine überragende Saison gespielt und maßgeblichen Anteil daran, dass wir aufgestiegen sind. Deswegen geht es für mich gar nicht darum, irgendwas infrage zu stellen, sondern da zu unterstützen, wo es notwendig ist.“ Seine Aufgabe sieht er dabei umfassend: „Wir definieren uns am Ende des Tages über den Teamerfolg. Und das ist das Schöne, weil es einfach klar ist.“

Loris Karius und Kevin Müller
Foto: IMAGO

Dass Müller diese Rolle annimmt, überrascht nicht. Der Routinier bringt die Erfahrung von 455 Pflichtspielen mit, allein 330 davon für den 1. FC Heidenheim, wo er hinter Marc Schnatterer der Rekordspieler der Vereinsgeschichte ist. Nach einer erfolgreichen Leihe in der Rückrunde der Aufstiegssaison wechselte er im Sommer fest nach Gelsenkirchen und unterschrieb bis 2027.

In der abgelaufenen Saison kam Müller auf vier Einsätze im Schalker Trikot, in denen er sieben Gegentore kassierte und gegen Bielefeld den 1:0-Sieg festhielt. Youri Mulder fasste die Verpflichtung treffend zusammen: „Kevin hatte in der Rückrunde eine wichtige Rolle, die er auf und neben dem Platz gut ausgefüllt hat.“