Bundesliga-Spieler des Monats: Als Amine Harit alle verzauberte

Amine Harit war im September 2019 kaum zu stoppen: drei Schalke-Siege, vier Tore, zwei Vorlagen – und eine staunende Bundesliga.
Es war der Monat, in dem zuletzt ein Schalker zum Bundesliga-Spieler des Monats gewählt wurde – und Amine Harit die namhafte Konkurrenz um Lewandowski, Coutinho, Müller, Thiago, Reus und Co. hinter sich ließ.
Im September 2019 gewann Schalke alle drei Bundesliga-Spiele. Harit war dabei jedes Mal der überragende Mann und wurde stets zum „Man of the Match“ gewählt.
Den Anfang machte der 5:1-Auswärtssieg in Paderborn. Harit erzielte zwei Tore, dribbelte die Paderborner Defensive schwindelig und war der entscheidende Spieler beim Kantersieg. Eine Woche später folgte gegen Mainz 05 der nächste Gala-Auftritt. Beim 2:1-Heimsieg erzielte Harit ein Tor und bereitete den zweiten Treffer vor.
Sein Siegtor gegen die „Nullfünfer“ war dabei besonders sehenswert: Von rechts zog er nach innen und schlenzte den Ball mit dem Außenrist durch mehrere Mainzer hindurch ins linke Eck. Harits Kunstschuss wurde später sogar von den Zuschauern der Sportschau mit mehr als 33 Prozent der Stimmen zum „Tor des Monats September 2019“ gewählt.
Den perfekten Abschluss des Monats feierte der Marokkaner in Leipzig. Beim 3:1-Erfolg holte der Offensivspieler zunächst einen Elfmeter heraus und verwandelte anschließend selbst. Auch das 3:1 durch Rabbi Matondo bereitete Harit vor. Damit standen nach drei Spielen vier Tore, zwei Vorlagen und ein herausgeholter Strafstoß zu Buche. Amine Harit gehörte im September 2019 nicht nur in der Bundesliga, sondern europaweit zu den formstärksten Spielern.
Harit überzeugt in dieser Sommervorbereitung Marseilles Trainer
Für den damals 22-Jährigen war es nicht die erste Auszeichnung. Bereits im August hatten ihn die Schalke-Fans zum Spieler des Monats gewählt. Dabei war Harit nie der klassische Torjäger. Seine größte Stärke lag im Dribbling und in seiner Kreativität. In der Saison 2019/20 kam er dennoch auf sechs Tore und vier Vorlagen.

Schon bei seiner Verpflichtung für acht Millionen Euro hatte Christian Heidel sein enormes Potenzial betont: „Wenn Amine letzte Saison zehn Tore geschossen hätte, dann wäre an seine Ablösesumme noch eine Null angehängt worden.“
Der Marokkaner wechselte schließlich nach seiner Marseille-Leihe fest zu den Franzosen und steht seitdem dort unter Vertrag. Nach vielversprechenden 119 Pflichtspielen für Schalke tat sich der Dribbler bei OM und während seiner Leihe bei Basaksehir jedoch schwer. Harit erlebte einen Karriereknick und verpasste dadurch auch die Weltmeisterschaft mit Marokko. Laut der L’Équipe sieht Marseilles Trainer Bruno Genesio in ihm allerdings einen wichtigen Spieler für die kommende Saison, sodass Harit wohl in Marseille bleiben dürfte.