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Großer Kader-Umbruch auf Schalke: Neun Spieler auf der Streichliste

Miron Muslic, Frank Baumann
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Beim FC Schalke 04 ist der Kaderumbau trotz des bevorstehenden Bundesliga-Starts noch lange nicht beendet. Die Königsblauen möchten sich in den verbleibenden Wochen des Transferfensters von mehreren Spielern trennen. Insgesamt gelten gleich neun Profis als mögliche Abgangskandidaten.


Wie FussballTransfers berichtet, stehen unter anderem Christian Gomis und Bryan Lasme zur Disposition. Gomis war erst vor einem Jahr für rund 1,5 Millionen Euro verpflichtet worden, konnte die Erwartungen allerdings nicht erfüllen. Eine zwischenzeitlich diskutierte Leihe zu Austria Wien wurde bislang nicht konkret.

Auch Lasme darf grundsätzlich gehen. Schalke würde sich das hohe Gehalt des 27-Jährigen gerne sparen. Eine erneute Verletzung erschwert die Suche nach einem Abnehmer allerdings erheblich.

Sylla soll Schalke Millionen einbringen

Moussa Sylla
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Besonders wichtig ist die Personalie Moussa Sylla. Der Angreifer gilt als aussichtsreichster Kandidat für einen lukrativen Verkauf. Bereits im Winter stand ein Transfer zum New York City FC für mehr als fünf Millionen Euro kurz vor dem Abschluss, platzte jedoch auf der Zielgeraden.

Dass Schalke dringend Einnahmen benötigt, machte Sportvorstand Frank Baumann zuletzt deutlich. Die wirtschaftlichen Ziele seien noch nicht erreicht, weshalb ein größerer Abgang bis zum Ende der Transferperiode „sehr wahrscheinlich“ sei.

Neben Sylla, Gomis und Lasme stehen auch Max Grüger, Finn Porath, Anton Donkor, Max Wasinski, Tomas Kalas und Steve Noode auf der Liste möglicher Abgänge.

Fünf Profis bereits bei der U23

Wie weit die Aussortierung teilweise fortgeschritten ist, zeigt die Trainingssituation. Kalas, Noode, Wasinski, Donkor und Grüger trainieren bereits nicht mehr mit den Profis, sondern wurden zur U23 geschickt.

Bei Donkor wäre Schalke offenbar sogar bereit, eine Abfindung zu zahlen, um dessen Gehalt einzusparen. Ein geplanter Wechsel zu OFI Kreta war zuvor gescheitert. Für Wasinski könnte sich dagegen mit dem SC Cambuur eine neue Möglichkeit ergeben.

Die Verantwortlichen stehen damit vor einer schwierigen Aufgabe. Während bei mehreren Spielern vor allem eine Entlastung des Gehaltsbudgets im Vordergrund steht, soll mindestens ein Verkauf eine größere Ablöse einbringen.

Der wahrscheinlichste Kandidat dafür bleibt Sylla. Gelingt bei ihm kein lukrativer Transfer, könnte die wirtschaftliche Zielsetzung der Königsblauen bis zum Deadline Day noch einmal erheblich unter Druck geraten.