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Kader, Transfers, Krisenplan: S04-Sportvorstand Baumann im Interview

Frank Baumann
Foto: IMAGO

In einem Monat wird es ernst. Am 24. August trifft der FC Schalke 04 im DFB-Pokal auf Regionalligist Hallescher FC. Es ist kein Geheimnis, dass innerhalb der kommenden vier Wochen noch Spieler kommen und gehen werden.


Einer, der bereits auf Schalke eingetroffen ist, ist von Beruf Innenverteidiger. Maximilian Wöber eisten die Knappen von Leeds United los. Ablösefrei wechselte der Österreicher zum Revierklub. In der vergangenen Saison kickte der 28-Jährige auf Leihbasis für Werder Bremen. Allerdings kam der 31-malige Nationalspieler aufgrund von Verletzungen zu lediglich drei Saisoneinsätzen.

Frank Baumann (50) baut daher vor. „Bei einem Spieler, der die letzten zwei Jahre viel Pech hatte, wollten wir im Vorfeld mögliche Risiken minimieren“, erläutert der Sportvorstand in einem Vereinsinterview seine Vorgehensweise. Sollte es für „beide Seiten“ passen, erklärt der Schalke-Boss, gebe es auch „die Option auf eine Verlängerung“ des Ein-Jahres-Vertrages. „Max war sehr schnell fein mit unserem Angebot“, berichtet Baumann. Dem Verein sei es wichtig gewesen, dass Gefühl zu bekommen, „dass er unbedingt möchte und sich beweisen will“.

Unterstützung für Muslic

Auf der Abgangsseite soll sich auch noch etwas tun. Einigen Spielern, die in der Bundesliga nicht allzu häufig auf dem Platz stehen dürften, wird der Abschied nahe gelegt. „Uns war wichtig, dass wir frühzeitig mit den Spielern reden, die unserer Ansicht nach in den kommenden Monaten keine große Chance auf Einsatzzeiten haben werden“, nimmt Baumann kein Blatt vor den Mund. „Was diejenigen dann machen und welche Optionen sich eventuell auftun, liegt dann aber beim jeweiligen Spieler“, spricht er Klartext.

Frank Baumann und Miron Muslic
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Das bislang letzte Gastspiel im Oberhaus währte lediglich zwölf Monate. Nach dem vielumjubelten Aufstieg 2022 kehrte Königsblau postwendend zurück in Liga zwei. Auch in dieser Saison könnte es Phasen von Erfolglosigkeit geben. Baumann will dennoch „unaufgeregt an den Dingen“ arbeiten. Zudem lehne er es ab, „nervöse Entscheidungen zu treffen, wenn es mal nicht rund laufen sollte“. Sein Ziel sei es, „Kontinuität auf den Schlüsselpositionen“ zu schaffen.

Das schließt auch – und gerade – die Position des Trainers ein. „Wir sind absolut von Miron und seinem Weg überzeugt“, sagt er Chef-Coach Muslic (43) seine Unterstützung zu. „Daran werden auch ein paar Niederlagen in der Bundesliga nichts ändern.“