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Schalke unter Druck? Warum Schallenberg gelassen bleibt

Ron Schallenberg
Foto: IMAGO

Vor den entscheidenden Wochen der Saison steht Schalke 04 vor personellen Herausforderungen. Ron Schallenberg bleibt dennoch gelassen – trotz drohender Sperren und des Ausfalls von Edin Dzeko.


Beim FC Schalke 04 spitzt sich die personelle Lage vor der entscheidenden Saisonphase zu. Gleich fünf Profis stehen aktuell bei vier Gelben Karten und müssen bei der nächsten Verwarnung eine Sperre absitzen. Besonders im Fokus: das zentrale Mittelfeldduo Ron Schallenberg und Soufiane El-Faouzi, das bislang als feste Konstante gilt.

Trotz der drohenden Konsequenzen will Schallenberg seine Spielweise nicht anpassen. „Darauf kann man sich im Spiel gar nicht konzentrieren. Keine Gelbe Karte auf meiner Position zu bekommen, ist schwierig“, erklärt der Sechser gegenüber der WAZ. Gerade im Zweikampfspiel sei es unvermeidbar, an die Grenzen zu gehen: „Wir sind beides Spieler, die dann auch im Zweikampf durchlaufen.“

Ein Ausfall mehrerer Leistungsträger wäre insbesondere mit Blick auf das anstehende Duell mit der Konkurrenz problematisch. Doch nicht nur mögliche Sperren bereiten Sorgen – auch der verletzungsbedingte Ausfall von Edin Dzeko wiegt schwer. Der erfahrene Angreifer wird dem Team mehrere Wochen fehlen und verpasst unter anderem die Partie am Sonntag (13:30 Uhr) gegen den Karlsruher SC.

Dzeko-Ausfall: Warum Schalke auf Sylla vertraut

Die Verantwortung im Sturm übernimmt erneut Moussa Sylla, der bereits zuletzt gegen Darmstadt traf. Schallenberg sieht darin keinen Nachteil: „Wenn man so einen Stürmer in der Hinterhand hat, braucht man sich absolut keine Sorgen machen.“

Moussa Sylla
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Während Dzeko vor allem durch seine Präsenz und Kopfballstärke überzeugt, punktet Sylla mit Tempo und Tiefgang. „Das macht Moussa überragend“, sagte Schallenberg gegenüber RUHR24 über die Stärken seines Teamkollegen, insbesondere in Umschaltsituationen. Zudem verweist er auf die Torquote des Angreifers, der bereits in der Vorsaison seine Treffsicherheit unter Beweis gestellt hatte. Auch der Ausfall des Routiniers sorgt intern nicht für Unruhe. „Wir haben in der Hinrunde auch ohne Edin sehr viele Punkte geholt“, betont Schallenberg. Schalke geht daher trotz personeller Fragezeichen selbstbewusst in die kommenden Spiele.

Als Tabellenführer startet der Klub in die heiße Phase der Saison – und sieht sich dabei keineswegs unter Druck. „Wir wollen das Maximale aus der Saison rausholen. Wir haben uns eine super Ausgangslage geschaffen“, sagt Schallenberg. Von einem Gefühl des Gejagtseins könne keine Rede sein: „Ich fühle mich nicht gejagt.“