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Nach vergebenem Siegtreffer: S04-Legenden kritisieren Schalke-Stürmer

Christian Gomis
Foto: IMAGO

Nach dem 1:1 im Topspiel gegen Darmstadt bleibt Schalke zwar Tabellenführer, doch der verpasste Sieg sorgt für Diskussionen. Vor allem die vergebene Großchance von Christian Gomis bringt zwei Klub-Legenden in Rage.


Der FC Schalke 04 hat im Topspiel beim SV Darmstadt 98 einen wichtigen Punkt im Aufstiegsrennen geholt, doch nach dem 1:1 überwog bei den Klub-Legenden nicht nur die Zufriedenheit. Vor allem eine vergebene Großchance in der Schlussphase sorgt für Diskussionen.

In einer intensiven Partie lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe. „Beide Mannschaften haben bis zum Ende Gas gegeben und wollten gewinnen“, betonte Rüdiger Abramczik im Fussball Legenden Talk. Angesichts der engen Tabellensituation sei ein Sieg für beide Seiten von enormer Bedeutung gewesen. Schalke präsentierte sich vor allem zu Beginn stark. Klaus Fischer hob insbesondere das aggressive Pressing hervor, das Darmstadt kaum zur Entfaltung kommen ließ. Dennoch blieb die mangelhafte Chancenverwertung ein entscheidender Faktor – und der größte Kritikpunkt.

Im Fokus steht dabei Christian Gomis, der kurz vor Schluss freistehend die mögliche Führung vergab. Für Abramczik ein klarer Fall: „Er muss da zumindest das Tor treffen! Ich persönlich habe gedacht: Du meine Güte, wie kann man da so einen Ball irgendwo in die Karpaten schlagen?“.

Schalke verpasst Sieg in Darmstadt: Legenden kritisieren Gomis

Der ehemalige Nationalspieler fand noch deutlichere Worte und sprach von typischen Fehlern in Drucksituationen: „Dann macht man solche Kinderfehler und knallt den irgendwo auf die Tribüne.“ Auch Fischer sieht in solchen Szenen den Unterschied zwischen Punktgewinn und möglichem Sieg.

Christian Gomis
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Insgesamt bewerten beide Ex-Schalker die Leistung jedoch positiv. Abramczik sprach von einem „super“ Spiel und verwies auf weitere Chancen durch Spieler wie Karaman und Becker. Unterschiedliche Ansichten gab es hingegen beim Gegentor der Darmstädter. Während Abramczik kritisierte, dass der Torschütze im Strafraum zu viel Zeit gehabt habe, relativierte Fischer die Szene und bezeichnete den Abschluss als „Weltklasse“.

Trotz des verpassten Sieges bleibt Schalke Tabellenführer der 2. Bundesliga. Im engen Rennen um den Aufstieg kommt den kommenden Spielen eine große Bedeutung zu. Beide Legenden sind sich einig: Die Königsblauen müssen nun vor heimischem Publikum liefern und ihre „Hausaufgaben“ machen.