45 Minuten nach Abpfiff: Schalke-Fans drehen durch – Muslic mittendrin

Der FC Schalke holt beim Spitzenspiel in Darmstadt ein 1:1 und bleibt an der Tabellenspitze. Für den emotionalen Höhepunkt sorgt Trainer Miron Muslic, der 45 Minuten nach Abpfiff noch einmal zu den Fans geht.
Dieser Abend in Darmstadt hatte alles – nur kein gewöhnliches Zweitligaspiel. Nach dem 1:1 im Topspiel beim SV Darmstadt 98 rückte schnell nicht mehr nur das Ergebnis in den Fokus, sondern vor allem die Szenen nach dem Abpfiff. Während sich das Stadion nach und nach leerte, verwandelten die mitgereisten Schalke-Fans den Gästeblock noch lange in eine brodelnde Kurve.
Rund 2.000 Anhänger waren mitgereist – und sie dachten auch lange nach dem Schlusspfiff nicht ans Gehen. Selbst drei Viertelstunden später hallten ihre Gesänge noch durch das Stadion, obwohl auf dem Rasen längst niemand mehr unterwegs war. Mittendrin statt nur dabei: Miron Muslic. Der Schalke-Trainer kam noch einmal aus dem Innenraum zurück, lief über den Platz in Richtung Gästeblock und suchte bewusst die Nähe zu den Fans. Mit Applaus und geballter Faust setzte er ein Zeichen der Wertschätzung – und löste damit erneuten Jubel aus.
Seine Beweggründe erklärte der Coach später – wie unter anderem die WAZ berichtet: „Ich habe mich stellvertretend für den Staff und für uns alle noch einmal für den unglaublichen Support bedankt.“ Besonders die Ausdauer der Anhänger imponierte ihm: „Dass sie 45 Minuten nach Abpfiff immer noch da sind und uns lautstark unterstützen.“
Mulder lobt Schalke-Trainer Muslic für emotionale Geste
Auch Ruhr24 zitierte den 43-Jährigen mit ähnlichen Worten. Demnach habe Muslic den Fans zugerufen: „Ich habe Danke gesagt und versprochen, dass wir weitermachen.“ Sportlich bleibt Schalke derweil stabil. Das Remis gegen den direkten Konkurrenten sorgt dafür, dass die Königsblauen weiterhin an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga stehen – entsprechend wurde das Ergebnis nicht als Rückschlag gewertet.

Dass der Trainer mit seiner emotionalen Art den Nerv der Fans trifft, unterstreicht auch eine weitere Szene, über die die WAZ berichtet. Youri Mulder verfolgte den Gang zur Kurve aus der Distanz und sagte anschließend: „Es ist schön, dass ein Trainer das auch macht.“ Zudem betonte er: „Miron gibt den Leuten diese Emotionen.“
Die Ausgangslage vor dem Saisonendspurt ist damit vielversprechend. Schalke hat nicht nur sportlich alle Chancen, sondern auch die Verbindung zwischen Team und Anhängern neu entfacht – ein Faktor, der im Aufstiegsrennen noch entscheidend werden könnte.